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Kapitel 17 - Entscheidung im Schatten 😘

  Kapitel 17 – Entscheidung im Schatten

  Der Abend senkte sich über das Krankenhaus wie ein schwerer, schwarzer Schleier.Die Dunkelheit lag dicht auf den Fluren, als w?re sie gekommen, um mit denen zu trauern, die dort wachten.In Jaydens Zimmer brannte nur eine kleine Lampe.Ihr Licht flackerte sanft über sein regloses Gesicht, über die Verb?nde, über die Kabel, die ihn noch mit dieser Welt verbanden.Jede Maschine schlug im selben unerbittlichen Rhythmus.Der Rhythmus des Lebens.Der Rhythmus der Angst.Chen sa? an seiner Seite.Seit Stunden, seit Ewigkeiten.Seine Hand umschloss Jaydens, als würde er ihn damit zurückhalten, damit er nicht weiter in die Dunkelheit driftete.

  Leise klopfte es.Jaydens Vater trat ein – mit frischer Kleidung, die Chen jedoch nicht einmal bemerkte.?Chen… darf ich mich dazusetzen?“Chen nickte nur.Seine Augen waren ger?tet, seine Schultern hingen müde, als h?tten sie die ganze Welt getragen.Sie schwiegen lange.Nur die Maschinen füllten den Raum – kalt und gleichm??ig.Schlie?lich sprach Jaydens Vater:?Du… hast meinen Sohn wirklich gern, nicht wahr?“Chen sah auf Jaydens Hand hinunter.?Ich habe es erst verstanden, als es fast zu sp?t war.“Seine Stimme bebte.?Aber ja. Ich liebe ihn. Mehr, als ich je für m?glich gehalten habe.“Jaydens Vater l?chelte schwach – traurig, warm.?Er hat oft von dir gesprochen.“Chen hob den Kopf, überrascht.?Von mir?“?Nicht in klaren Worten“, sagte der Vater.?Aber wenn er von dir erz?hlte, sah ich es an seinem Blick. Dieser Junge… hat dich sehr gern.“Chen atmete scharf ein.Er wischte sich eine Tr?ne weg.?Ich h?tte ihn beschützen sollen.“Der Vater legte ihm eine Hand auf die Schulter.?Du warst für ihn da. Du bist es immer noch. Das ist mehr, als die meisten dem Menschen geben, den sie lieben.“Chen schloss die Augen.?Ich will, dass er aufwacht“, flüsterte er heiser.?Ich will ihm sagen, was ich fühle. Ich will, dass er wei?, dass er nicht allein ist.“Jaydens Vater nickte sanft.?Sag es ihm. Selbst wenn er dich nicht h?rt – seine Seele h?rt es.“Chen beugte sich wieder über Jayden.?Ich bin hier“, flüsterte er.?Und ich gehe nicht, bis du zu uns zurückkommst.“

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  Im Flur lehnte Akira an der Wand.Sein Atem zitterte, seine H?nde krampften sich ineinander.Er sah aus wie ein Mensch, der vor den Trümmern seiner eigenen Fehler stand.?Ich muss mich stellen“, murmelte er.?Ich muss Verantwortung übernehmen… für alles.“Er z?gerte, dann griff er nach seinem Handy.Seine Finger bebten.Er w?hlte eine Nummer, die er immer vermeiden wollte?Hallo…? Ja, hier spricht Akira Sukiang.“Er atmete schwer.?Ich m?chte eine Aussage machen.über Tharn.über früher.Und über Jayden.“Damit war sein Weg entschieden.Endgültig

  W?hrenddessen erreichten Jonathan und Kathie das Polizeirevier.Im Büro des Kommissars lag eine schwere Stille.Jonathan setzte sich – seine H?nde zitterten leicht.?Sie kannten Tharn Ounsa gut?“Jonathan nickte.Ein Schatten legte sich über seine Augen.?Ja… vielleicht zu gut.“?Wie war sein Verh?ltnis zu Jayden?“Jonathan schloss kurz die Augen, dann sprach er:?Tharn war… in Jayden verliebt.“Kathie blinzelte überrascht, doch sie sagte nichts.?Jayden konnte seine Gefühle nicht erwidern. Und Tharn… hat das nicht ertragen.“Jonathan rieb sich die Stirn.?Er hat Jayden gedroht. Damals schon.“Der Kommissar hob den Kopf.?Gedroht?“?Er sagte einmal: ?Ignoriere mich nicht. Sonst wirst du es bereuen – irgendwann.‘“Kathie schluckte h?rbar.Jonathan fügte hinzu:?Er hat Jayden gehasst, weil er so… gut war. So lieb. Tharn war kaputt, und Jayden erinnerte ihn daran. Und jetzt… hat er wahr gemacht, womit er gedroht hat.“Der Kommissar notierte die Worte sorgf?ltig.Kathie flüsterte:?Und Jayden musste wieder darunter leiden.“Jonathan starrte auf seine H?nde.?Ich h?tte ihn beschützen müssen…“?Das ist nicht Ihre Schuld“, unterbrach der Kommissar streng.?Das ist Tharns Verbrechen. Nicht Ihres.“Jonathan nickte, doch die Schuld lag schwer auf ihm.

  Zurück im Krankenhaus

  Chen sa? weiterhin an Jaydens Bett.Das Taschentuch auf seinen Knien war l?ngst durchn?sst.Er sah auf Jaydens blasses Gesicht.?Bitte… komm zurück“, hauchte er.?Wir brauchen dich.Ich brauche dich.“Jaydens Brust hob und senkte sich.Schwach.Kaum sichtbar.Seine Lider bewegten sich nicht.

  Aber in der Tiefe – tief in einem unsichtbaren Raum zwischen Licht und Dunkelheit –regte sich etwas.Ein Atemzug.Ein Flüstern.Ein Funke.Jayden stand an einer Grenze.Und irgendwo, in einer anderen Ebene seines Seins…begann er, eine Entscheidung zu

  treffen.

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