Szeneanfang:
Wagon steht in Genville vor Lara, Hisch, Myrta und Iris und referiert: "Ich wollte mal nachschauen, wie es den Schicksalsgl?ubigen geht. Kommt ihr mit?"
Lara, begeistert: "Au ja."
Die andern nicken.
Wagon, sehnsüchtig: "Nehmen wir das Pilzwesen? Ich m?chte wieder mal fliegen."
Die Schwestern sind begeistert.
Myrta l?chelt ergeben.
Iris, seufzend: "Diese Verrückten."
Wagon, zu Iris und Myrta, fr?hlich: "Nehmt euch ein Pferd."
Myrta, die Schwestern betrachtend, unsicher: "Ich will niemanden bevorzugen oder benachteiligen."
Hisch, zu Lara, grinsend: "Lara, du nimmst Iris. Das liebst du ja."
Lara protestiert: "Ich liebe Myrta auch."
Hisch, zu Lara, sp?ttisch: "Na dann nimm einfach beide, hehehe."
Lara, mit je einem Arm die verblüffte Iris und die verblüffte Myrta packend, unternehmungslustig: "Und ab!"
W?hrend Lara davon rennt, schauen ihr die überraschten Schwestern nach.
Wagon versucht mit erhobenem Arm Lara vergeblich aufzuhalten: "Lara ..."
Die Schwestern rennen Lara nach und wie sie die Wüste erreichen, sehen sie, wie Lara, geschleudert von einem Tentakel, schon hoch durch die Luft fliegt.
Myrta, hoch in der Luft, mit zweifelndem Blick auf Laras Arm: "Ein seltsames Gefühl, wenn dein Leben so absolut in den Armen eines andern liegt."
Iris, Lara betrachtend, gestresst: "Ja, vor allem wenn diese Arme so zierlich sind."
Lara: "Iris hat gesagt, das Geld von Genville sei Vertrauen. Glaubt ihr, dass ich euch gepackt h?tte, wenn ich nicht stark genug w?re, euch zu halten?"
Myrta und Iris schauen sich mit einem gewissen Unbehagen an.
Myrta, zu Lara, verlegen: "Mit Meneor sind wir auch so gereist. Ihm haben wir gleich vertraut, weil es gr?sser ist. Ich habe an dir gezweifelt, weil du so zierlich bist. Ich sch?me mich, Lara."
Lara: "Warum sch?men? Wir alle gehen das Weg des Kriegers und lernen jedes Tag etwas dazu."
Iris schaut Lara an, als s?he sie Lara zum ersten Mal und denkt: 'Wie recht du hast, du süsses Gesch?pf.'
Wie sie vierzig Meter über Boden durch die Luft brausen, blickt Iris mit geweiteten Augen in die Tiefe und denkt: 'Jetzt, wo ich fliege, als w?re ich ein Vogel, will ich es, verdammt nochmal, auch geniessen!'
Iris betrachtet den Flug der andern Schwestern, die es mit ausgebreiteten Armen jauchzend geniessen, ..
... breitet mit geschlossenen Augen die Arme aus ...
... und stellt sich vor, sie w?re ein Vogel, ...
... der unterwegs ist zum Horizont.
Wie Iris zu Myrta schaut, hat diese die Arme ebenfalls ausgebreitet und wirft Iris nickend ein L?cheln zu.
Nach Stunden kommt Natural City in Sicht.
Das Pilzwesen katapultiert die Frauen über den S?uregraben, ...
... sodass sie auf einem verlassenen Gel?nde landen.
Freudig erregt, schauen sich die Schwestern an.
Hisch: "Das war kein Kr?tenfleisch!"
Lara: "Nein Himmelsdunst!"
Die Schwestern lachen. L?chelnd betrachten Iris und Myrta die ausgelassenen Schwestern.
Lara, l?chelnd: "Wir k?nnten uns Flügel wachsen lassen. Dann k?nnten wir selber fliegen."
Myrta, l?chelnd: "Die müssten so gross sein, dass sie euch das meiste Zeit nur l?stig w?ren."
Hisch, lachend: "Dann fliegen wir ein paar Mal und machen sie wieder weg."
Iris: "Natural City ist gross. Wie finden wir jetzt die Schicksalsgl?ubigen?"
Wagon, in eine Richtung deutend: "Lebensinsel hat sie ausfindig gemacht. Sie sind in einem Haus, das sich psychiatrische Klinik oder so nennt."
Myrta und Iris schauen sich an und sagen irritiert im Chor: "Psychiatrische Klinik?!"
Lara, verwundert: "Was ist daran so schrecklich? Es ist doch gut, wenn sie ein Haus gefunden haben."
Iris, schmerzlich l?chelnd: "In diesem 'Haus' sperren sie Leute ein, die sie für geisteskrank halten."
Hisch, Stirn runzelnd: "Was soll das sein, ein krankes Geist? Glauben die Natürlichen an Geister?"
Iris, unfreiwillig lachend: "Manche schon. Aber ein krankes Geist zeigt sich dadurch, dass jemand zum Beispiel Dinge sieht, die nicht da sind."
Hisch: "Du meinst, es stimmt etwas nicht mit dem Verarbeiten von Sinnesdenks?"
Iris, unsicher: "Ja, vielleicht."
Lara, Stirn runzelnd: "Aber warum haben sie dafür ein Haus? Das Gehirn ist doch bloss ein Organ. Wenn es schadhaft ist, musst du es flicken, so wie ein kaputtes Leber oder Herz."
Myrta: "Das Problem ist, dass die Natürlichen nicht f?hig sind, Gehirne zu flicken. Die Kranken erz?hlen dann verrückte Sachen oder verhalten sich merkwürdig. Und weil das den Natürlichen Angst macht, sperren sie die Kranken ein."
Hisch, begreifend, grinsend: "Und wie die Schicksalsgl?ubigen 'verrückte Sachen' erz?hlen, wenn sie über ihr Erfahrung mit den Lichtwesen berichten!"
Lara, vor sich hin, betroffen: "Aber ist das nicht ... traurig?"
Hisch, Lara den Arm um die Schultern legend, tr?stend: "Gibt es denn etwas Untrauriges bei den Natürlichen? Lass das Kopf nicht h?ngen, Lara. Lass es uns flicken."
Hisch gibt Lara einen Kuss auf die Wange.
Lara versucht zu l?cheln.
Wagon, kichernd: "Na dann, auf ins Elend!"
Wie sie ein paar Schritte weiter gehen, ...
... versperren ihnen drei von Papas M?nnern den Weg.
Mafioso 3, grinsend: "Holla, da kommt ja eine ganze Pralinenschachtel voll Frischfleisch!"
Mafioso 4, zu Mafioso 3, Kopf schüttelnd, grinsend: "Seit wann ist Frischfleisch in Pralinenschachteln?"
Mafioso 5, grinsend: "Ich habe das Frischfleisch lieber ohne Schachtel."
Die drei Mafiosi lachen.
Die drei Schwestern machen Fragezeichengesichter, w?hrend Myrta mit Iris Ausrufezeichengesichter machen.
Wie Iris an Mafioso 3 vorbei gehen will, stellt sich dieser Iris in den Weg.
Mafioso 3: "Ihr T?ubchen kommt jetzt mit uns. Wir haben ein hübsches Lokal für euch, wo ihr eure Talente entfalten k?nnt."
Iris, zu Mafioso 3, die aufkeimende Wut unterdrückend: "Ich gebe dir jetzt das Rat, das Weg frei zu geben."
Lara, mit grossen Augen, flüsternd: "Ich habe Iris noch nie so gesehen. Das Natürliche sollte jetzt gehen, sonst wird es das Tag nicht überleben."
Mafioso 3 zieht eine Pistole und bellt wütend: "Habe ich dich um deinen Rat gefragt?! Du Schlampe kommst jetzt mit, sonst knallt's!"
Mafioso 3, streckt seinen Pistolenarm Iris entgegen.
Iris zieht ein Messer, sagt "Sirrr" zum Griff, ...
... trennt den Unterarm mit der Pistole ab ...
... und führt das Messer mit einer fliessenden Bewegung zum Hals, wo es den entsetzten Kopf abschl?gt.
Mafioso 4 und 5 ziehen grimmig ihre Pistolen.
Iris bewegt sich so, dass die beiden, von ihr aus gesehen, hinter einander stehen, sagt "Zisch" zum Messer ...
... und wirft es gegen Mafioso 4, ...
... wo es sich, vom Raketenstrahl angetrieben, durch seine Brust bohrt, ...
... hinten austritt ...
... und sich durch die Brust von Mafioso 5 bohrt.
Mafioso 4 und 5 fallen tot zu Boden.
Iris pfeift ...
... und das Messer dreht sich um ...
... und reitet auf seinem Raketenstrahl zurück zu Iris, ...
... die es aus der Luft greift.
Iris' Blick f?llt auf die Schwestern, die mit wurfbereit erhobenem Messer regungslos dastehen ...
... und bellt sie an mit einem be?ngstigenden Ausdruck dunkler Wut, das Blut triefende Messer in der Hand: "Seid ihr eingefroren?!"
Lara, verwirrt: "Wir wollten nur ... ?hm ... Aber das hast du ganz gut selber ... gemacht."
Wagon, besorgt: "Iris, was ist mit dir? So haben wir dich noch nie gesehen."
Iris, zu sich findend: "Es ... es tut mir Leid. Mir ist ein Sicherung durchgebrannt. Aber dieses Gedanke ist einfach unertr?glich."
Lara, mit grossen Augen: "Welches Gedanke denn?"
Iris, dunkel: "Das sind Papas Leute. Sie zwingen junge Frauen dazu, Sexarbeit zu verrichten. Dann nehmen sie ihnen das Geld, das sie damit verdienen ab. Und wenn die Frauen nicht mehr attraktiv sind, schmeissen sie sie auf das Strasse wie Müll. Für ein Asexuelles wie mich ist das doppelt zum Kotzen."
Lara, naiv: "Aber warum müssen sie die Frauen zum Sex zwingen. Wollen denn Natürliche kein Sex?"
Iris, seufzend: "Ja, ich weiss, ihr seid uners?ttlich. Aber stellt euch vor, ihr w?rt eingesperrt und müsstet euch das ganze Tag mit Leuten paaren, die vielleicht h?sslich sind oder stinken. Und das Tag für Tag, ohne Aussicht auf ein anderes Leben."
Lara, nickend: "Ja, du musst nur so viel Sex machen, dass es immer sch?n bleibt. Sonst tut es nur noch weh."
Iris, vor sich hin, verloren: "Wahrscheinlich k?nnt ihr es nicht ganz verstehen ..."
Iris, mit Blick auf die Leichen, wie oben: "... Und ich fühle mich Scheisse. Ich habe überreagiert. Ich h?tte sie nicht t?ten sollen."
Wagon, tr?stend: "Was uns t?ten will, ist tot. Sie h?tten dich sonst erschossen."
Wagon, ihre Messer in einen der Mafioso-K?rper werfend: "G?nnen wir unsern Messern ein Mahlzeit."
W?hrend die andern Schwestern ihre Messer in die toten K?rper werfen, kniet Iris sich hin und steckt ihre Messer von Hand in Mafioso 3.
Myrta, die andern betrachtend, unbehaglich: "An dieses seltsame Ritual muss ich mich noch gew?hnen."
Die toten K?rper schrumpfen.
Hisch: "Warum seltsam? Es w?re doch schade, dieses wertvolle Essen zu verschwenden."
Iris, grimmig l?chelnd: "Dann war ihr Existenz doch für etwas gut."
Wie die Messer alle eingesammelt sind, l?dt sich Hisch die drei K?rperhüllen auf ...
... und sagt davon rennend: "Ich werfe sie in das S?uregraben. Dort k?nnen sie ihren Opfern Gesellschaft leisten, hihihi."
Myrta, leicht befremdet: "Hisch ist ein Frohnatur."
Wagon, sinnierend: "Und wie sollten wir sonst auf dieses uferlose Grausamkeit der Natürlichen reagieren?"
Iris, zu Wagon, Schuld bewusst: "Ach Wagon. Myrta hat ja recht. Wir h?tten sie mit unseren Bet?ubungspflanzen schlafen legen k?nnen. Max h?tte sich sp?ter um sie gekümmert. Aber ich bin einfach ausgerastet und wollte diese Schweine tot sehen. Ich bin eben auch so ein grausames Natürliches."
Wie Hisch zurück ist, gehen sie schweigend weiter.
Lara und Wagon nehmen je eine Hand von Iris und l?cheln die bedrückte an.
Lara: "Ich verstehe nicht so richtig, warum Papas Leute mit Sex Geld verdienen k?nnen."
Myrta: "Weil die M?nnchen mehr Sex brauchen als die Weibchen. Natural City ist ein Meer ungemolkener Schw?nze, die alle mehr oder weniger aggressiv versuchen, ihr Ladung los zu werden. Deshalb sind die M?nnchen auch bereit, für Sex zu bezahlen. Und schon hast du ein Gesch?ftsmodell."
Wagon: "Das ist aber nicht so gut für die Weibchen. Aber warum melken sie ihre M?nnchen nicht einfach jedes Tag? Natürliche haben ja nicht viel Potenz. Mit einmal pro Tag w?re das Luft raus und das Aggression verdampft."
Myrta: "Vielleicht weil sie nicht t?glich die Beine spreizen wollen."
Hisch: "Wer redet denn von Spreizen? Melken kannst du doch von Hand."
Myrta: "Ich glaube, die Weibchen k?nnen sich das einfach nicht vorstellen, wie das ist, jedes Tag Hunger auf Sex zu haben. Deshalb wollen sie nicht damit bel?stigt werden."
Hisch: "Und kriegen dafür Aggression statt Sperma? Wie bescheuert ist das denn?"
Wagon: "Natürliche funktionieren halt schlecht."
Lara, schw?rmerisch: "Dabei ist es so sch?n, jemandem ein Orgasmus zu bescheren und ihm ein bisschen Sonne ins Gesicht zu zaubern."
Ein grosses, beklemmendes Geb?ude mit vergitterten Fenstern kommt in Sicht.
Auf dem Schild am Eingang steht: "Psychiatrische Klinik."
Szeneanfang:
Max, Piri und Meneor tragen die Uniform einer Lieferfirma, die auch die Messer von Piri und Meneor verdeckt und sp?hen hinter einer Hausecke auf das von einer hohen Mauer und einem grossen Tor umfriedete Grundstück von Papas Villa.
Piri ?ffnet die hintere Doppeltür eines Lieferwagens ...
... und entnimmt dem kastenf?rmigen Laderaum ein schwer aussehendes Sofa, ...
... welches sie auf ihre Schulter geladen hat, und sagt unternehmungslustig: "Dann verschaffe ich uns mal Zugang zu Papa."
Max wehrt etwas gestresst l?chelnd ab: "Moment, Piri. Dieses schwere M?bel sollte mit dem Lieferwagen bis vor die Haustür gefahren und dann von zwei M?nnern getragen werden. Papas M?nner werden sonst misstrauisch."
Wie der Lieferwagen vor dem Tor zu Papas Villa steht, steigt Piri aus und geht klingeln.
Gegensprechanlage: "Wer da?"
Piri: "Wir haben ein M?bel für Papa, das nur M?nner tragen dürfen."
Gegensprechanlage: "Soso, hahaha."
Das Tor ?ffnet sich.
Max, der am Steuer sitzt, streckt Piri ein Papier hin und sagt: "Normalerweise müssen die Leute ihre Unterschrift auf diesen Lieferschein setzen als Best?tigung, dass sie das M?bel erhalten haben."
Piri greift sich das Papier ...
... und trabt auf den Eingang der Villa zu.
Der Lieferwagen folgt ihr.
W?hrend Piri klingelt, steigen Meneor und Max aus. Beide haben Schirmmützen aufgesetzt, die sie tief ins Gesicht gezogen haben, damit sie nicht erkannt werden.
Wie ein misstrauischer Mafioso die Tür ?ffnet, h?lt ihm Piri das Papier vors Gesicht und kr?ht fr?hlich: "Ich brauche ein Unterschrift."
Der Mafioso schaut auf den "Lieferschein", sodass Piri ihm mit der Bet?ubungspflanze in den Hals schiessen kann, ...
... was den Mafioso augenblicklich bet?ubt umsinken l?sst.
Piri huscht ins Haus.
Max und Meneor ziehen das Sofa aus dem Lieferwagen.
Alle paar Sekunden ert?nt aus dem Haus Piris Stimme, die dauernd wiederholt: "Ich brauche ein Unterschrift."
Max und Meneor haben das Sofa abgestellt.
Meneor steht da mit geschlossenen Augen.
Max, Meneor anschauend, verwundert: "Was machen wir jetzt?"
Meneor, wie oben: "Aufpassen, dass Piri nichts übersieht."
Max, zweifelnd: "Und das mit geschlossenen Augen?"
Meneor, wie oben, schlicht: "Ja."
Max seufzt ergeben.
Piri kommt, zwei bet?ubte Mafiosi schulternd, aus dem Haus gerannt und ruft fr?hlich: "Hier kommt das M?bel, das zwei M?nner tr?gt!"
Max und Meneor lachen.
Piri, die Mafiosi in den Lieferwagen legend: "Das war ein gutes Idee mit dem Lieferdings. So musste ich gar nicht k?mpfen."
Meneor hilft Piri beim Raustragen, ...
... sodass die Ladefl?che bald mit Bet?ubten belegt ist.
Max, mit Blick auf das Sofa: "Das Sofa h?tten wir gar nicht gebraucht."
Meneor packt das Sofa, ...
... schmeisst es vor dem verblüfften Max zwanzig Meter weit in den Garten, ...
... wo es stecken bleibt, und sagt: "Dann kann es im Garten wachsen."
Max, Kopf schüttelnd, mit einer Mischung aus Grinsen und nerv?sem Kichern: "?hm ... ja ... Warum auch nicht?"
Mit leichtem Erschrecken bemerkt Max eine überwachungskamera ...
... und sagt, ins Haus eilend: "Die überwachungsvideos!"
Im überwachungsraum liegen noch zwei Mafiosi.
Max deutet auf die Bildschirme, auf denen die ganze Umgebung zu sehen ist, so auch der Eingangsbereich mit dem Lieferwagen, und erkl?rt: "Wenn sie die Aufzeichnungen abspielen, k?nnen sie uns identifizieren."
Max, die Videob?nder entnehmend: "Wir müssen diese Aufzeichnungen vernichten."
Wie Meneor mit einem Messer auf die Bildschirme einstechen will, h?lt ihn Max zurück: "Nein, keine Zerst?rung. In der Villa darf es keine Spuren von Gewalteinwirkung geben. Dann werden alle denken, Papa sei einfach abgetaucht ..."
Max, grinsend: "... Und beim Sofa, das im Garten steckt, werden alle denken, es sei moderne Kunst."
Piri, auf die Kassetten zeigend: "Bring diese Bilder zu Antara. Es kann sie in Schnelles Energie umwandeln. Dann kann niemand sie mehr sehen."
Max, erstaunt: "Warum zu Antara? Wir k?nnen sie doch auch verbrennen oder in den S?uregraben werfen."
Piri: "Weil ich Antara ein Freude machen will."
Max, Stirn runzelnd; verwirrt: "Antara hat Freude, Videokassetten in diese ... ?h ... Schnelle Energie umzuwandeln?"
Meneor und Piri lachen.
Piri, lachend: "Du bist so lustig."
Piri: "Max bringt mich zum Kirche, damit ich die K?rper nach Mars-Genville schaffen kann. Max geht zu Antara. Max kommt zurück und wir gehen zu Meneor, das hier aufpasst, ob noch mehr Papadams kommen. Dann laden wir die restlichen K?rper auf."
Max, salutierend, l?chelnd: "Zu Befehl, Chefin!"
Piri, Maxens Salutiergeste nach machend, erstaunt: "Warum machst du so vor einem Idee? Das Chef ist nicht das Person, sondern das beste Idee."
Max, erstaunt: "Für einen Guardoffizier ist das eine ungewohnte Betrachtungsweise ..."
Max, l?chelnd vor sich hin: "... Aber wenn die Zusammenarbeit mit euch weiterhin so erfrischend konstruktiv ist, k?nnte ich mich daran gew?hnen."
Der Lieferwagen h?lt dicht an einem etwas versteckten Seiteneingang zur Kirche.
Max taucht mit den Kassetten in Genville auf, ...
... wo er mit geschlossenen Augen stehen bleibt, um tief einzuatmen.
Max denkt: 'Diese Luft! ...'
Max, wie oben, vor seinem geistigen Auge ein Bild von Antara, denkt: '... Antara ...'
Wie Max die Augen ?ffnet, steht Antara vor ihm, was Max den Atem verschl?gt.
Antara, mit melancholischem L?cheln: "Du denkst an mich ... und du hast mir etwas mitgebracht."
Max, Antara die Kassetten hin haltend, sich zusammen reissend: "?hm ja ... Piri hat gemeint, du k?nnest diese Kassetten ... ?hm ... vernichten?"
Vor dem verblüfften Max l?sen sich die Kassetten in nichts auf.
Max, verwirrt: "Und wo sind sie jetzt?"
Antara, wie oben: "Sie sind Teil des Schnellen Energie. Ihr Information ist endgültig verloren."
Max, wie oben: "Das ... ?hm ... war genau das, was ich wollte."
Antara, wie oben: "Und was willst du sonst noch?"
Maxens Herz will ihm aus der Brust springen: "Darf ich dich umarmen?"
Antara, l?chelnd: "Warum fragst du?"
Max, verunsichert: "Ich kann doch nicht einfach ... Ich will nicht l?stig sein."
Antara, wie oben: "Du bist ein Quell des Freude, nicht des Last."
Max stürmt auf Antara zu ...
... und drückt sie, Wange an Wange, an sich.
Max schaut Antara in die Augen und denkt: 'In diesen Augen k?nnte ich versinken.'
Antara, schmelzend: "Dann versinke!"
Sie küssen sich innig.
Wie von Zauberhand l?sen sich Maxens Kleider von seinem K?rper ...
... und sie sinken hin, ...
... um sich leidenschaftlich zu paaren.
Wie Max auf dem Wegdoppler in der Kirche auftaucht, hat Piri schon alle Mafiosi auf Mars-Genville gebracht, und steht wartend daneben.
Piri, l?chelnd: "Hast du Antara Freude gebracht?"
Max, unsicher l?chelnd: "Ich weiss es nicht. Diese Frau ist so unglaublich, dass ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, ihr zu genügen."
Piri, auf Max zugehend: "Aber du bist doch so süss."
Max l?chelt wenig begeistert: "Das klingt ja nicht gerade m?nnlich."
Piri küsst den Verdutzten auf den Mund, ...
... schaut ihm in die Augen und sagt: "Ich weiss nicht, was m?nnliches Liebe ist. Ich weiss nur, dass Liebe süss ist."
Piri geht zur Tür.
Max folgt ihr und sagt, sich am Hinterkopf kratzend: "Ich versuche mir das zu merken."
Szeneanfang:
Wagon, die psychiatrische Klinik musternd: "Sieht aus wie ein Gef?ngnis."
Iris, unfroh l?chelnd: "Ist es ja auch. Hier werden die Angst machenden Geister gefangen gehalten."
Hisch, grimmig l?chelnd: "Warum dieses Mühe? Sie k?nnten sie doch einfach t?ten."
Iris, bedrückt: "Das haben die Natürlichen auch schon gemacht. Aber dieses Abmurksen hat ihnen wohl noch mehr Angst gemacht. Also sind sie davon ab gekommen. Und so lange das Angstmachende eingeschlossen ist, ist es für die draussen einfach, es aus dem Bewusstsein zu verdr?ngen."
Wagon, gegen die Eingangstür drückend, kichernd: "Na dann schauen wir mal, was da so verdr?ngt wird."
Wie die Tür nicht aufgeht, sagt Wagon Stirn runzelnd: "Verschlossen."
Hisch, grinsend: "Sonst w?r's ja auch kein Verdr?ngung."
Gel?chter.
In einer fliessenden Bewegung sagt Wagon "Sirrr" zu einem Messer und schneidet das Türschloss entzwei, ...
... sodass die Tür sich ?ffnen l?sst ...
... und die Gruppe eine Art Eingangshalle betreten kann.
Die Gruppe n?hert sich dem Empfang.
Empfangsdame, streng: "Wie kommen Sie hier herein? Ich habe Sie gar nicht eingelassen."
Hisch, kichernd: "Na durch das Tür."
Empfangsdame, in Gegensprechanlage: "Ich brauche Hilfe beim Empfang."
Sekunden sp?ter eilt ein weiss gekleideter Pfleger herbei.
Pfleger, auf die Messergürtel zeigend, mit schleimigem L?cheln: "Oh, die Damen machen Cosplay. Was stellen Sie denn für Figuren dar?"
Wagon: "Ich bin Wagon aus Genville."
Lara: "Ich bin Lara aus Genville."
Hisch: "Ich bin Hisch aus Genville."
Iris: "Ich bin Iris ... aus Genville."
Myrta: "Ich bin Myrta aus Genville."
Pfleger, studierend: "Hm, Genville? Diesen Manga kenne ich ja gar nicht."
Hisch, grinsend: "Und was bist du für ein Figur?"
Pfleger, gekünstelt: "Ich bin Pfleger aus dem Manga 'Psychiatrische Klinik', hahaha."
Pfleger, mit aufgesetzter Freundlichkeit: "Was kann ich für die Damen tun?"
Wagon: "Wir wollen zu den Schicksalsgl?ubigen, die denken, sie seien erleuchtet, weil sie dem Schicksal begegnet sind."
Pfleger, sich erinnernd: "Oh ja, der kürzliche Neuzugang. Ganz schlimme Wahnvorstellungen. Aber nur Angeh?rige haben ein Besuchsrecht. K?nnen Sie sich ausweisen?"
Iris: "Die Schicksalsgl?ubigen haben keine Angeh?rigen. Also k?nnen wir uns auch nicht als solche ausweisen. Wir wollen einfach nur sehen, wie es ihnen geht."
Pfleger, gezwungen l?chelnd: "Ja, das geht eben nicht. Die Vorschriften, verstehen Sie?"
Wagon: "Warum sagst du 'schlimme Wahnvorstellungen'? Was die Schicksalsgl?ubigen gesehen haben, war zwar nicht das Schicksal, aber ein leuchtendes Milliardenschwarm von ausserirdischen Lichtwesen."
Der Pfleger macht eine viel sagende Kopfbewegung zur Empfangsdame, ...
... die sogleich leise in die Gegensprechanlage sagt: "Wir brauchen fünf Zwangsjacken."
Pfleger, mit falschem L?cheln: "Das ist sehr interessant. Ich schlage vor, dass Sie bei uns bleiben und wir das in aller Ruhe besprechen."
Fünf Pfleger erscheinen mit je einer Zwangsjacke in der Hand.
Pfleger, wie oben: "Darf ich Sie bitten, die Kleidungsstücke anzuziehen. Wir haben hier eine bestimmte Kleiderordnung."
Lara, erfreut: "Oh, wir kriegen neue Kleider!"
Myrta wirft Iris einen alarmierten Blick zu.
Iris blinzelt Myrta beruhigend zu.
Wie die Zwangsjacken verschnürt sind, sagt Lara, an sich herab blickend, erstaunt: "Seltsame Kleider. Sind die gut gegen ein Sandsturm?"
Pfleger, wie oben: "Keine Sorge. Wir haben hier keine Sandstürme. Sie dienen dazu, Sie vor einem Sturm im Gehirn zu schützen, bei dem Sie sich selber verletzen k?nnten."
Lara, zum Pfleger, naiv: "Aber ich verletze mich nie selber. Warum sollte ich das tun?"
Pfleger, wie oben: "Manche Leute tun Dinge, die sie eigentlich gar nicht wollen."
Pfleger, durch eine massive Stahltür tretend: "Bitte folgen Sie mir."
Iris, zu Myrta, flüsternd: "Siehst du? Das Zwangsjacke zeigt uns, wo die Schicksalsgl?ubigen verwahrt werden."
Der Pfleger führt sie in eine ger?umige Gummizelle und sagt: "Der Herr Professor wird sich gleich um Sie kümmern."
Wie die Metalltür der Gummizelle ins Schloss gefallen ist, sagt Wagon: "Jetzt sind wir im Gef?ngnis. Und nun?"
Iris: "Fragen wir doch das Professorchen. Vielleicht gibt es uns ein Hinweis, wo die Schicksalsgl?ubigen sind."
Hisch, unfroh: "Und dieses Verpackung müssen wir an behalten?"
Iris, grinsend: "Ja klar, das Professorchen hat sonst Angst vor unverpackten Frauen."
Gel?chter.
Etwas sp?ter betritt ein ?lterer, dicker Professor mit Bart und Brille die Gummizelle.
Der ihn begleitende Pfleger stellt sich dezent neben die Tür.
Professor, leutselig: "Guten Tag, die Damen. Sie haben also alle Aliens gesehen?"
Wagon: "Ja, haben wir."
Professor, vor sich hin murmelnd: "Interessant. Dann haben wir es hier mit einem kollektiven Wahn zu tun."
Iris, zum Professor, bohrend: "Glaubst du nicht an das Existenz von Aliens?"
Professor, freundlich, weil er es ja mit armen Wahnsinnigen zu tun hat: "Doch, doch, aber vielleicht nicht gerade auf der Erde."
Iris: "Stell dir doch einfach mal vor, es w?re so."
Professor, wie oben: "Nun, was wir uns vorstellen, ist nicht immer real."
Iris: "Wenn wir dir die Aliens zeigen, würdest du dann glauben, dass sie existieren?"
Professor, wie oben: "Sehen Sie, Verehrte. Wenn ich mich in jede Wahnwelt eindenken wollte, würde ich wohl bald auch eines dieser Zimmer hier belegen."
Iris, kritisch: "Du bist nicht mal bereit, ein Behauptung zu überprüfen? Ist das Wissenschaft?"
Professor, genervt: "Ich habe hier über hundert Hypothesen, eine absurder als die andere, die ich alle überprüfen müsste, wenn ich Ihr Verst?ndnis von Wissenschaft erfüllen wollte."
Iris, bohrend: "Macht es denn kein Unterschied, ob ich dir ein Beweis für mein Behauptung liefern kann oder nicht?"
Professor, genervt, grinsend: "Indem Sie mir Aliens zeigen?"
Iris, Tod ernst: "Genau."
Der Professor lacht etwas überdreht.
Auch der Pfleger lacht mit.
Konsterniert sieht der Professor, wie die drei Schwestern, die sich von den Zwangsjacken befreit haben, begeistert Beifall klatschen.
Iris schaut erstaunt.
Myrta lacht erleichtert.
Hisch, eine Bet?ubungspflanze zückend: "Ich lege dieses Putzifutzib?rchen mal schlafen."
Mit zwei gezielten Schüssen in die H?lse versetzt Hisch die erschrockenen M?nner in Schlaf.
Hisch will Myrtas Zwangsjacke aufreissen.
Myrta, alarmiert: "Bitte nicht mit Gewalt, Hisch. Du k?nntest mein Arm abreissen. Du kannst hinten das Knoten l?sen."
Hisch, den Knoten aufknüpfend, lachend: "Macht doch nichts. Das Arm w?chst ja wieder nach."
Myrta, wenig begeistert: "Toll."
Iris muss Kopf schüttelnd kichern.
Wie sie die Gummizelle verlassen haben, stehen sie unschlüssig in dem grossen Gang, der beidseitig von zahlreichen Stahltüren ges?umt ist.
Lara, auf eine Tür zugehend, ein Messer zückend: "Es bleibt uns nichts, als diese Türen zu ?ffnen, bis wir die Schicksalsgl?ubigen gefunden haben."
Lara sagt "Sirrr" zum Messer und durchtrennt das Schloss der Tür.
Lara betritt das Zimmer.
Iris, zu Myrta, flüsternd: "Genville begegnet natürlichem Wahnsinn. Da bin ich aber gespannt."
W?hrend Wagon und Hisch sich anderen Türen widmen, folgen Iris und Myrta Lara ins Zimmer.
Eine Frau sitzt in dem kargen Raum auf dem Bett und starrt traurig auf das helle Viereck, welches die Sonne auf dem Boden bildet.
Lara, zur Frau, einfühlsam: "Hey du, warum so traurig?"
Frau, den Blick nicht vom Viereck l?send: "Die Sonne liebt mich nicht. Sie will nicht zu mir kommen."
Lara, wie oben: "Woher weisst du das?"
Frau, wie oben: "Ich habe sie gebeten zu kommen, aber sie will nicht."
Lara, wie oben: "Woher weisst du, dass es nicht will?"
Frau, zu Lara, verzweifelt: "Weil sie nicht kommt. Sie kommt einfach nicht."
Lara, wie oben: "Aber dafür kann es noch andere Gründe geben: Vielleicht ist das Sonne schüchtern. Vielleicht musst du ihm zeigen, dass es kein Angst haben muss vor dir."
Frau, zu Lara, etwas verwirrt: "Aber wie?"
Lara, die Frau an der Hand nehmend, wie oben: "Komm, ich zeig's dir."
Die Frau hat sich erhoben.
Lara, w?hrend sie langsam auf das Viereck zu gehen, wie oben: "Ganz langsam. Wir wollen es ja nicht verscheuchen."
Wie Lara vor dem Viereck nieder kniet, tut die Frau es ihr nach.
Lara, die Hand in das Viereck haltend, wie oben: "Gib dem Sonne dein Hand, damit es spürt, dass du ihm nicht weh tun willst."
Die Frau tut es Lara nach.
Lara, mit einer Streichelbewegung, wie oben: "Streichle es, damit es sich wohl fühlt bei dir."
Die Frau tut es.
Lara kriecht in das Viereck und breitet ihr Gesicht der Sonne dar, wie oben: "Und jetzt lass dich von dem Sonne liebkosen. Spüre sein W?rme und sein Z?rtlichkeit und sag nie mehr, dass es dich nicht liebt."
Mit geschlossenen Augen l?sst die Frau die Sonne auf ihr Gesicht scheinen, ...
... welches sich entspannt und einen friedlichen Ausdruck annimmt.
Iris und Myrta schauen sich mit grossen Augen an ...
... und ziehen sich, leise rückw?rts gehend, aus dem Zimmer zurück.
Im Gang sehen Myrta und Iris, wie Hisch eine Tür aufschneidet, ...
... und folgen ihr ins Zimmer, wo ein Mann angstvoll auf eine Ecke starrt.
Hisch, zum Mann: "Was hast du?"
Mann, zitternd vor Angst auf die Ecke zeigend: "Siehst du ihn nicht, den D?mon?"
Hisch, unbekümmert: "Doch, natürlich. Aber warum hast du Angst vor ihm?"
Mann, wie oben, ohne zu zeigen: "Wenn ich einschlafe, wird er mich fressen."
Hisch, wie oben: "Warum schneidest du ihm nicht das Herz raus? Dann k?nntest du wieder im Ruhe schlafen."
Der Mann starrt Hisch mit geweiteten Augen verst?ndnislos an.
Hisch, wie oben: "Ach so, du weisst nicht, wie das geht."
Hisch zückt ein Messer ...
... und drückt es dem verwirrten Mann in die Hand mit den Worten: "Das ist ein Zauberstab."
Hisch, wie oben: "Führ es an das Mund und sag 'Sirrr' zu ihm."
Der Mann gehorcht ...
... und sieht staunend, wie die Klinge zu vibrieren beginnt.
Hisch ergreift die Messerhand des Mannes ...
... und führt ihn zum ge?ffneten Fenster, das vergittert ist.
Hisch führt die Hand des Mannes, sodass das Messer die Gitterst?be zu durchtrennen beginnt, ...
... bis aus dem Gitter eine Herzform geschnitten ist.
Fassungslos starrt der Mann auf das Wunder.
Hisch: "Sag 'Sirrr', dann h?rt das Zauberstab auf zu vibrieren."
Der Mann gehorcht.
Hisch, eindringlich: "Wenn es vibriert, darfst du damit niemals dein K?rper berühren. Du schneidest dir sonst noch ein Bein ab oder so."
Der Mann starrt ehrfürchtig auf das Messer.
Hisch, auf die Ecke mit dem "D?mon" zeigend, im Befehlston: "Und jetzt schneide dem D?mon das Herz raus!"
Unsicher sagt der Mann "Sirrr" zu seinem "Zauberstab" ...
... und schaut eine ganze Weile fasziniert auf die vibrierende Klinge.
Die Angst vor dem D?mon, die ihn immer gel?hmt hat, kippt um in Wut ...
... und mit einem Wutschrei stürzt er sich mit vor gestrecktem "Zauberstab" auf den "D?mon", ...
... den er mit wildem Gefuchtel in tausend imagin?re Stücke schneidet.
Gefangen von dem Drama, halten Iris und Myrta den Atem an ...
... und ziehen sich auch hier lautlos aus dem Zimmer zurück.
Im Gang sehen sie Wagon eine Tür aufschneiden ...
... und folgen ihr ins Zimmer, wo eine Frau mit beschw?rend erhobenen Armen mitten drin steht.
Wagon: "Was tust du?"
Frau: "Ich verkünde den Untergang."
Wagon: "Von welchem Untergang sprichst du?"
Frau: "Die Stimme sagt mir, dass die h?llischen Heerscharen hervor brechen und alles Leben auf der Erde vernichten werden."
Wagon, die H?nde der Frau fassend, mit warmem Blick: "Das macht dir Angst?"
Die Frau, unter Tr?nen: "Was haben wir getan, dass uns die H?lle verschlingt?"
Wagon, intensiv: "Ihr seid schadhaft geboren. Und euer schadhaftes Streben hat das H?lle entfesselt. Aber eines von euch hat das Fluch durchbrochen und Engel erschaffen. Und diese Engel werden das H?llenbrut vernichten. Du brauchst kein Angst mehr zu haben. Die Engel werden dich beschützen und ins Paradies geleiten, wo du glücklich sein kannst."
Frau, wie oben, mit ungl?ubiger Hoffnung: "Woher weisst du das? Die Stimme spricht nur vom Untergang."
Wagon: "Das Stimme hat ja recht. Das Erde w?re fast untergegangen. Das Stimme spricht vom Vergangenen. Es weiss nichts über das Gegenwart und das Zukunft. Sonst h?tte es dir von den Engeln berichtet und dir Mut gemacht und Hoffnung geschenkt, statt dich in Angst und Verzweiflung zu stürzen."
Frau, weinend, hoffend: "Bist du ein Engel?"
Wagon, intensiv: "Ja. Und ich werde dich retten."
Auch Iris und Myrta haben Tr?nen in den Augen, wie sie sehen, dass die Frau schluchzend auf die Knie sinkt und ihr Gesicht in Wagons Beinen vergr?bt.
Auch hier ziehen sich Iris und Myrta lautlos in den Gang zurück, ...
... wo Iris sinnierend sagt: "Fast erschreckend dieses Einfühlungsverm?gen. Ob sie mich auch so 'behandeln', weil sie denken, ich sei verrückt?"
Myrta, tr?stend: "Würde jemand, das verrückt ist, ein solches Frage stellen? Nein, du bist nicht verrückt, ..."
Myrta, l?chelnd: "... nur ein bisschen egozentrisch, sonst würdest du nach diesen Erlebnissen nicht an dich denken."
Iris ist überrascht ...
... und muss kichern: "Ja, da hast du wohl recht."
Auch Myrta kichert.
Iris, ein Messer zückend, mit gespieltem Ernst: "Ich tu' was gegen mein Egozentrik und helfe jetzt beim Suchen."
Iris, eine Tür auf schneidend: "Ob Putzifutzib?rchen die Schicksalsgl?ubigen getrennt hat, um sie besser 'therapieren' zu k?nnen?"
Myrta, eine andere Tür auf schneidend: "Prüfen wir's nach."
Wie Myrtas Tür auf schwingt, ruft sie: "Treffer!"
Myrta, zu der einzelnen Schicksalsgl?ubigen, freundlich: "Kennst du mich noch?"
Schicksalsgl?ubige, schicksalsergeben: "Ja, du bist eine Ungl?ubige."
Myrta, wie oben: "Es gibt keine Ungl?ubigen. Ich glaube an das Wissenschaft und seine Wahrscheinlichkeiten."
Schicksalsgl?ubige, Stirn runzelnd: "Warum glaubst du nicht an das Schicksal?"
Myrta, wie oben: "Ich lege mein Leben nicht gern in die H?nde eines h?heren Macht, das ich nicht beeinflussen kann. Das ist, als würde ich mich in ein Kanu setzen, die Augen schliessen und mich von einem Fluss mit reissen lassen. Ich baue mir lieber ein Boot, das nicht sinkt und sich steuern l?sst, sodass ich gef?hrliche Stellen passieren kann, indem ich ans Ufer gehe und sie zu Fuss überwinde."
Schicksalsgl?ubige, be?ngstigt von dem Gedanken: "Du glaubst also nicht an ein h?heres Macht?"
Myrta, wie oben: "Doch. Ich glaube an das Physik. Aber dem Physik ist es egal, ob du leidest oder glücklich bist. Also kannst du ruhig glücklich sein."
Schicksalsgl?ubige, ver?ngstigt: "Der Zorn des Schicksals wird mich verbrennen, wenn ich es wage, glücklich zu sein."
Myrta, wie oben: "Dann erkl?re mir bitte, warum jetzt alle andern aus deinem Dorf tot sind, obwohl sie nie gewagt haben, glücklich zu sein."
Die Schicksalsgl?ubige schaut Myrta mit grossem, ratlos verwirrtem Blick an ...
... und sagt verzweifelt: "Aber das Schicksal hat uns seine Liebe gegeben. Wenn ich es jetzt erzürne, mache ich alles kaputt."
Myrta, wie oben: "Das war nicht das Schicksal. Das waren die Lichtwesen, ein Volk von Ausserirdischen, dem wir begegnet sind. Das Begegnung mit ihnen sollte euer Angst vor dem Glücklichsein lindern. Aber wie ich jetzt sehe, hat es das Angst nur verschoben und du fürchtest, nicht mehr geliebt zu werden, wenn du aufh?rst zu leiden."
Schicksalsgl?ubige, tief traurig: "Ja, warum h?tte mich das Schicksal sonst hierher gebracht? Das ist kein Ort, um glücklich zu sein. Die Einsamkeit erfüllt mich mit so schrecklicher Finsternis, dass ich den ganzen Tag schreien m?chte. Nur dieses eine Erlebnis, als das Licht des Schicksals mich erfüllte, h?lt mich noch am Leben."
Myrta, wie oben: "In dem Wissenschaft kannst du nicht einfach etwas behaupten. Du musst es überprüfen. So stolperst du, holterdipolter, von Prüfung zu Prüfung, von Irrtum zu Irrtum in dem stillen Hoffen, dass du damit jedes Tag dem Wahrheit ein Stück n?her kommst. Warum prüfst du nicht, ob das Schicksal dir mehr Licht und Freude g?nnt, indem du dein Angst l?schen l?sst?"
Schicksalsgl?ubige, in Not: "Ich kann doch dem Schicksal nicht ins Handwerk pfuschen!"
Myrta, betroffen: "Dann willst du also in diesem Zimmer sitzen bleiben, bis das letzte Lichtlein in dir erloschen ist und du dich umbringst? Wenn du dein Angst l?schen l?sst, hast du wenigstens ein Chance, dem sicheren Tod zu entkommen. Und wenn dein Angst freies Leben dich unglücklich macht, kannst du dich immer noch in dein jetziges Zustand zurück versetzen lassen."
Schicksalsgl?ubige, mit grossen Augen: "Du meinst, ich k?nnte es ausprobieren und, wenn ich mich versündigt habe, reumütig zurück kehren?"
Myrta, lachend: "Ja, in dem Wissenschaft kannst du immer reumütig zurück kehren, wenn du dich mit einem Theorie versündigt hast."
Szeneanfang:
Auf Mars-Genville stehen Max, Meneor und Piri unter Ambellmi und betrachten an die fünfzehn Mafiosi vor ihnen, die mittlerweile aufgewacht sind und grimmig zurück starren.
Papa geht forschen Schritts auf Max zu, ...
... bleibt vor Max stehen und sagt voll unterdrückter Wut: "Wenn du Uniform-Clown uns sofort zurück bringst, lasse ich dich vielleicht am Leben."
Max, angesichts der übermacht etwas gestresst: "Eine Rückführung ist leider nicht m?glich, Herr Papa. Sie haben zwei Optionen: Sie lassen Ihre Bedürfnisstruktur wandeln, dann k?nnen sie unbehelligt in Mars-Genville leben. Oder Sie werden get?tet. Dies ist eine Notwehr-Massnahme, da es offenbar keine andere M?glichkeit gibt, Natural City vor Ihrem Verbrechenssyndikat zu beschützen."
Papa, mit verachtungsvoll sp?ttischem Grinsen: "Nun, damit hast du deine Optionen auf eine reduziert: ..."
Papa brüllt in explodierendem Zorn: "... Bringt dieses Pack um!"
Gestresst greift Max nach seiner Pistole, ...
... da sieht er verblüfft, wie Meneor mit zwei schnellen Schnitten die Sch?deldecke von Papa und seinen Kopf abgetrennt hat.
W?hrend Papas K?rper zu Boden sinkt, greift sich Meneor den Kopf aus der Luft, ...
... hockt sich im Schneidersitz hin und stellt den Kopf neben sich in den Sand.
Piri hat sich den vordersten Mafioso gegriffen und schleudert ihn herum, ...
... um ihn der heran stürmenden Horde entgegen zu werfen.
Wie Piris Mafioso die Horde trifft, purzeln sie um wie Kegel.
Die Mafiosi rappeln sich auf, um erneut anzugreifen.
Piri ruft: "Papa ist tot! Wollt ihr auch tot sein?!"
Erst jetzt realisieren die Mafiosi geschockt, wie Meneor neben ihrem gek?pften Anführer sitzt und mit der Hand auf den Sandboden klopft, ...
... aus dem sich ein schmaler Tentakel des Mars-Pilzwesens schl?ngelt, ...
... sich vor den ungl?ubigen Augen der Mafiosi zu einer Hand formt, ...
... die Meneors hingehaltene Hand abklatscht.
Meneor schneidet Papas Hirn in kleine Stücke ...
... und beginnt es, genüsslich schmatzend, zu essen.
Die "Hand" des Pilzwesens greift sich ein Stück Hirn ...
... und verschwindet damit im Sand.
Max, zu Piri, diese seltsame Mahlzeit betrachtend, beklommen: "Mir ist schon klar, dass dies eine eindrucksvolle Inszenierung ist, um diese Bande in Schach zu halten. Aber ist das nicht sehr ... barbarisch?"
Piri, zu Max, mitfühlend: "Du verstehst das falsch. Meneor hat vier Jahre lang in dem Wüste gelebt. Wie überlebst du im Wüste, wenn es keine Tiere mehr gibt, keine Pflanzen?"
Max, begreifend: "Indem du deine Feinde isst?"
Meneor h?lt Piri und Max ein auf ein Messer gestecktes Stück Hirn hin und sagt: "Ist gut. Willst du?"
Piri und Max im Chor:
Piri: "Nein."
Max: "Nein danke."
Piri, kichernd, und Max, l?chelnd, schauen sich an.
Max, sich zusammen reissend, zu den fassungslosen Mafiosi: "Der N?chste bitte!"
Wie sich keiner getraut, vorzutreten, sagt Max: "Nun gut, machen wir es anders. Gibt es jemand, der seine Bedürfnisstruktur nicht wandeln m?chte und lieber Papas Schicksal teilt?"
Wie sich wieder keiner nach vorn wagt, sagt Max: "Ambellmi, kannst du ..."
Ambellmi: ""Hab schon.""
Die verwirrten Mafiosi zuckeln nach Mars-Genville.
Max, ihnen nach schauend, bitter: "Bei all dem Elend, das diese Bande verursacht hat, h?tte ich sie lieber auf Meneors Speiseplan gesehen."
Piri, zu Max: "Wir k?nnen das Schmerzende t?ten oder heilen ..."
Piri, das Gesicht dicht vor Max, sanft: "... Du hast dich fürs Heilen entschieden."
Piri küsst den überraschten Max innig auf den Mund.
Max, schüchtern l?chelnd: "Ist das die Belohnung fürs Heilen?"
Piri, strahlend: "Ich hab einfach gern Süsses."
Max muss lachen, ...
... bis er, v?llig unvorbereitet, einen innigen Kuss von Meneor bekommt.
Meneor, l?chelnd: "Ich habe auch gern Süsses."
Max, überfordert, peinlich berührt: "?hm ... aha."
Piri kichert.
Max, ablenkend: "Ich habe noch ein paar hundert auf meiner Liste. Wollen wir die n?chste Ladung holen?"
Meneor macht mit geschlossenen Augen eine beschw?rende Bewegung über Papas Leiche.
Sofort schiessen Tentakel aus dem Sand, ...
... die die Leiche hinunter ziehen.
Max, den "sauberen" Sand betrachtend, trocken: "Praktisch."
Szeneanfang:
Iris, Myrta, Wagon, Lara und Hisch stehen im Gang der Klinik und beratschlagen sich.
Myrta: "Das eine Schicksalsgl?ubige, das ich halbwegs überzeugt habe, ist nun dabei, mit den andern zu besprechen, was sie tun wollen."
Iris, zu den drei Schwestern, anerkennend: "Euer verst?ndnisvolles Umgang mit den Kranken hat mich tief beeindruckt. Ich k?nnte das nicht. Ich fühle mich hilflos in ihrem Gegenwart."
Wagon, nachdenklich: "Leider nützt ihnen Verst?ndnis nicht viel. Sie k?nnen die Speichdenks aus ihrem Gehirn nicht unterscheiden von den Sinnesdenks, die von aussen kommen. Solange dieses Fehlbewertung stattfindet, sind sie nicht f?hig, sich in dem Wirklichkeit zurechtzufinden."
Lara: "K?nnte Ambellmi sie flicken?"
Myrta: "Ich denke schon. Aber es geht ja nicht darum, dass sie denken wie alle andern. Wenn Ambellmi das Denken gleichschalten würde, w?re es das ultimative Albtraum."
Hisch: "Ambellmi sorgt nur dafür, dass die chemischen Prozesse im Gehirn wieder im Gleichgewicht sind. Also dass nicht pl?tzlich ein D?mon aus deinem Ged?chtnis vor dir als Sinnesdenks erscheint. Was du dann mit deinem Gehirn denkst, ist dein Sache. Ambellmi w?re selber am traurigsten, wenn alle nur noch dasselbe denken würden."
Iris: "Hisch vertraut Ambellmi!"
Hisch: "Ich habe schon oft mit Ambellmi gesprochen, weil ich darüber nachdenke, meine Wutanf?lle weg machen zu lassen. Ambellmi hat mich nie dazu gedr?ngt, 'normal' zu werden. Ich solle einfach Hisch sein. Ohne mein Besonderheit sei das Leben langweilig. Ambellmi erfreut sich an dem Vielfalt, so wie wir auch. Deshalb vertraue ich ihm."
Wagon, nachdenklich: "Aber Ambellmi wird niemand gegen sein Willen wandeln. Wie bringen wir die Kranken dazu, einverstanden zu sein, wenn viele gar nicht begreifen, worum's geht?"
Iris: "Indem es das Verfahren umkehrt: Ambellmi heilt ein Krankes und fragt es dann, ob es gesund bleiben oder wieder krank sein will. Dann kann das Kranke w?hlen und sein Wille geschieht."
Myrta, nachdenklich: "Wenn ein Entscheidung erst nach einem Wandlung gef?llt wird, ist dieses Entscheidung dann noch freiwillig?"
Iris, grimmig: "Da magst du recht haben. Aber wenn ich das Leid dieser Kranken sehe, sind mir solche Spitzfindigkeiten scheissegal."
Myrta, l?chelnd: "Als Ingenieur bin ich halt spitzfindig. Das geh?rt zum Beruf. Aber wenn wir Leiden vernichten, statt Leiden erzeugen, sollten wir auf Spitzfindigkeiten kacken."
Die drei Schwestern gehen in die Hocke, machen mit dem Mund laute Furzger?usche und bringen damit Myrta und Iris zum Lachen.
Befremdet betrachten die vier Schicksalsgl?ubigen das Schauspiel der Genvilles.
Hisch bemerkt das Befremden der Schicksalsgl?ubigen und ruft fr?hlich: "Nun schaut nicht so, wir machen doch bloss Spass! Wann hattet ihr zum letzten Mal Spass?!"
Schicksalsgl?ubige, beim vergeblichen Versuch, sich an Spass zu erinnern, leise: "Spass?"
Wagon, l?chelnd, dr?ngend: "Wann habt ihr das letzte Mal gelacht?"
Die Schicksalsgl?ubigen schauen sich hilflos an.
Hisch, sich das Gesicht bedeckend: "Was für ein Jammer!"
Myrta: "Wie habt ihr euch entschieden? Wollt ihr Unsterblichen bis in alles Ewigkeit in diesem Gef?ngnis bleiben oder wollt ihr es wagen, glücklich zu sein?"
Schicksalsgl?ubige: "K?nnt ihr uns denn raus bringen?"
Hisch, eine Bet?ubungspflanze hoch haltend, grinsend: "Klar doch, wir legen alles schlafen, was sich uns in das Weg stellt."
Schicksalsgl?ubige: "Dann wollen wir es wagen. Das Leben hier ist zu schmerzhaft."
Der D?monen?ngstliche rennt auf den Gang, wo sich noch andere Kranke befinden, fuchtelt gef?hrlich mit seinem sirrrenden Messer in der Luft herum und ruft: "Ich werde allen das Herz raus schneiden! Ich werden allen das Herz raus schneiden! Ich werde ..."
Hisch rennt wie ein Blitz zu dem D?monen?ngstlichen, ...
... entnimmt ihm das Messer und sagt freundlich: "Dort, wo wir hin gehen, gibt es keine D?monen. Folge uns."
Hisch ruft in den Gang: "Kommt alle mit!"
Die Aufforderung kann jedoch nicht von allen befolgt werden, sodass die Genvilles die Verwirrten behutsam am Arm zum Ausgang führen.
Hisch schneidet die Tür zum Gang auf ...
... und legt im Empfangsraum mit schnellen Schüssen aus der Bet?ubungspflanze die Empfangsdame und ein paar Pfleger schlafen.
Draussen besteigen alle einen grossen Bus, der zur Klinik geh?rt.
Myrta f?hrt den Bus zum Klinikaral hinaus, ...
... bis vor die Kirche.
Kurze Zeit sp?ter stehen alle vor Ambellmi.
Hisch, zu Ambellmi, auf die Kranken weisend: "Ambellmi, kannst du diese defekten Hirne flicken?"
Ambellmi: ""Aber warum denn? Die sind doch alle sehr interessant und vergnüglich.""
Sprachlos starren alle Genvilles auf Ambellmi.
Ambellmi: ""Darüber hinaus fehlt mir ein Willensbekundung. Ich kann niemand gegen sein Willen ver?ndern. Ich bin schliesslich ein Nutz- und kein Machtwesen.""
Hisch, ein Messer zückend, explodierend: "Du abgehobenes, sadistisches Nervenkrebs erg?tzt dich am Elend dieser Kranken, deren Willen von ihren ?ngsten so gefesselt ist, dass sie nicht mal mehr im Lage sind, nach einem rettenden Hand zu greifen! Ich werde dich in kleine quadratische Stücke schneiden und zu einem Turm stapeln, damit du dein kotzübles Selbstgef?lligkeit aus einem andern Perspektive betrachten kannst!"
Zur Verblüffung der Genvilles lacht Ambellmi los: ""Hahaha, das ist mein Hisch, wie ich es liebe! Ich wollte nur testen, ob deine Wutanf?lle noch funktionieren. Natürlich werde ich diese Gehirne alle flicken. Wenn das Angst alles dominiert oder die Speichdenks so stark sind wie Sinnesdenks, ist ein Hirn nicht im Lage, sich angemessen mit dem Wirklichkeit auseinander zu setzen. Es ist wie ein Beinbruch, das geflickt werden muss, wenn du wieder gehen oder eben klar denken m?chtest. Und falls ihnen ihr gesundes Bein nicht gef?llt, kann ich es ja wieder brechen, hahaha.""
Hisch sinkt mit zustossbereitem Messer auf die Knie und sagt muffig: "Arg, das bl?de Vieh hat mich verarscht."
Hisch, mehrmals mit dem Messer in den Boden stechend, grimmig: "Bl?des Vieh! Bl?des Vieh! Bl?des Vieh!"
Ambellmi: "Ja, schneid lieber das Mars in Stücke. Das gibt auch ein anderes Perspektive, hahaha.""
Die andern Genvilles lachen erleichtert.
Lara, die kniende Hisch umarmend, tr?stend: "Lass gut sein, Hisch. Wir wissen ja, dass die Nutzwesen sich immer lustig machen über uns Nutzlose."
Hisch, mit gequ?ltem L?cheln: "Ja ja, schon klar."
Iris, kritisch: "Eigentlich ist das ein Witz, was wir hier machen. Wir retten ein Handvoll Leute, aber in einem Millionenstadt gibt es Zehntausende von Kranken. Wir sollten alle hierher bringen."
Wagon, sinnierend: "Ja, dann w?ren wir vielleicht nicht ganz so nutzlos."
Hisch, aufgestanden, Stirn runzelnd: "Wir k?nnen doch nicht Tag für Tag Leute bet?uben, um Kranke mit gebrochenen Gehirnen oder Beinen abzuschleppen, die vielleicht gar nicht wollen, weil sie Angst vor Genmonstern wie uns haben. Wenn die Natürlichen das wollen, sollen sie es selbst organisieren. Unser Aufgabe ist es, das Planet von Kampfmonstern zu befreien und das Klima zu flicken, damit wieder Leben auf dem Erde m?glich ist."
Wagon, den geheilten Kranken, die Mars-Genville betreten, nach schauend, sinnierend: "Wir wollten eigentlich nur die Schicksalsgl?ubigen aus ihrem aussichtslosen Situation befreien und das haben wir getan. Wir k?nnen uns jetzt ein neues Aufgabe suchen."
Iris: "Dann fragen wir doch das Pilzwesen, wo es noch Kampforganismen hat, die uns gef?hrlich werden k?nnen."
Myrta: "Was haltet ihr davon, wenn wir zuerst Chief Max helfen, das Korruptionssumpf in Natural City trocken zu legen. Es muss bestimmt mehr als tausend Leute abgreifen. Das ist etwas viel für Piri und Meneor. Ausserdem geraten sie in immer gr?sseres Gefahr, je l?nger sie dafür brauchen, weil sie vielleicht entdeckt und bek?mpft werden."
Lara: "Gutes Idee. Und wenn Chief Max zufrieden ist mit uns, wird es vielleicht dafür sorgen, dass auch die Kranken nach Mars-Genville geschafft werden."
Iris, k?mpferisch: "Worauf warten wir? Ich hasse Mafiosi!"
Die Genvilles rennen auf den Wegdoppler zu.
Ambellmi: ""Ein bisschen nützlich seid ihr schon, hahaha.""
Szeneanfang:
Tage sp?ter. Am Abend sitzen Max, Antara, die vier Schwestern, Meneor, Ili, Myrta und Iris um einen Feuerbusch und br?teln ein Stück Fleisch, ausser Meneor, der das Fleisch wie üblich roh schmatzt.
Iris, Stirn runzelnd: "Jetzt, wo wir für Max alle Feindlichen ausgeschaltet haben, kann es sich zum Diktator aufschwingen."
Antara: "Max will nicht das Gesetz sein. Max will es nur durchsetzen."
Iris, kritisch: "Bist du sicher? Vielleicht hat Max seine Gedanken so gut im Griff, dass es dich t?uschen kann."
Antara: "Ich kann nicht nur H?rdenks wahrnehmen. Ich spüre alle Wisperfelder. Und das Herrschbedürfnis ist bei Max zwar vorhanden, aber es wird auch in Schach gehalten von einem ausgepr?gten Einfühlungsverm?gen. Deshalb k?nnen wir Max vertrauen."
Max muss Kopf schüttelnd lachen.
Iris, zu Max: "Bist du nicht einverstanden?"
Max, Kopf schüttelnd l?chelnd: "Doch. Ich finde es nur seltsam, dass ihr das vor mir verhandelt und nicht hinter meinem Rücken. Gibt es in Genville keine Geheimnisse, Intrigen, Verschw?rungen?"
Antara: "Was w?re das Vorteil? Geheimnisse, Intrigen und Verschw?rungen verschleiern das Wahrheit. Das Wahrheit aber ist für alle da."
Max: "Aber vielleicht m?chte Iris meinen Kopf. Da ist es doch besser, wenn sie euch hinter meinem Rücken dazu bringt, ihn abzuschlagen."
Antara: "Iris will nicht dein Kopf. Iris' Geist ist wie S?ure. Es zersetzt jedes Lüge. Das macht es so wertvoll. Denn auch ich k?nnte mich ja t?uschen lassen von deinem Süsse."
überrascht von diesem Kompliment, schaut Iris Antara mit grossen Augen an.
Ili: "Warum hat Genville kein Gesetz?"
Antara: "Wozu soll das gut sein?"
Ili, zu Meneor: "Was würdest du tun, wenn ich Piri t?ten würde? Du würdest mir bestimmt das Kopf abschlagen."
Meneor, l?chelnd: "Nein, ich würde dich nach dem Grund fragen."
Ili ruft verblüfft: "H??! Grund?! Aber Piri t?ten ist doch absurd!"
Meneor, wie oben: "Weshalb solltest du es dann tun?"
Ili, verblüfft: "?hm, du hast mich rein gelegt. Aber ich verstehe: Das Gesetz ist in uns."
Antara: "Das natürliche Bedürfnisstruktur beruht auf Konkurrenz, was immer w?hrendes Kampf zum Folge hat. Genvilles Bedürfnisstruktur beruht auf Kooperation."
Max: "Und wie funktioniert Kooperation?"
Antara: "Indem du Anteil nimmst, sodass die Schmerzen der andern dich schmerzen und die Freude der andern dich erfreuen. Und wenn du magst, kannst du das Gestrüpp des Irrtums vom Marmor des Wahrheit reissen und helfen, die S?ulen zu errichten, auf denen ein Paradies sich entfalten kann."
Max, betroffen: "Dann haben wir in Natural City noch einen langen Weg vor uns."
Max: "Aber wenn ihr keine Regeln habt, wie trefft ihr Entscheidungen?"
Antara: "Wir entwickeln verschiedene Handlungsstr?nge, um ein Ziel zu erreichen, und schauen, welches Handlungsstrang am meisten positive Wisperfelder erzeugt."
Max: "Aber wenn einige gar keine 'positiven Wisperfelder' empfinden und sich mit aller Kraft gegen den bevorzugten Handlungsstrang wehren?"
Antara: "Wenn Handeln n?tig ist, erzeugt das Nicht-Handeln ein Schmerz. Dieses Schmerz steigert sich, je dringender das Handeln wird. Wenn du dich dann für ein Handlungsstrang entscheidest, für das du keine positiven Wisperfelder hast, wirst du entsch?digt, weil das Schmerz des Nicht-Handelns nach l?sst. Dadurch kommt schliesslich ein Handeln zustande, das alle unterstützen."
Max, lachend: "Die Physik der Gefühle entscheidet also, wo's lang geht."
Antara: "Ja genau."
Lara, versonnen: "Wir haben keine Gesetze. Wir haben nur Gefühle."
Ili schleicht sich verschw?rerisch hinter Maxens Rücken.
Hisch, befremdet: "Was wird das? Willst du Max beissen?"
Ili, verschw?rerisch: "Es will doch, dass wir Sachen hinter seinem Rücken sagen."
Allgemein Fragezeichengesichter.
Ili kr?ht: "Max ist ja gar nicht so dumm, wie ich gedacht habe!"
Max erschrickt.
Fr?hliches Gel?chter, in das auch Max einstimmt.
Hisch, grinsend: "Na, wenn es nicht so dumm ist, k?nnten wir es doch fragen."
Max, neugierig: "Was denn?"
Lara: "Wir haben Natürliche aus einem Gef?ngnis befreit, das mit Psychiatrischem Klinik angeschrieben war. Die hatten ein Imbalance zwischen der Intensit?t der Speichdenks und der Sinnesdenks, sodass sie Speichdenks für Sinnesdenks hielten und Dinge wahrnahmen, die nicht existierten. Auf Mars-Genville hat Ambellmi sie geflickt. Nun haben sie ein Chance auf ein glückliches Leben. Aber es gibt Tausende von Kranken in Natural City, die vielleicht ein glückliches Leben m?chten. Wir k?nnen sie nicht alle fragen und transportieren. Unser Aufgabe ist, das Erde von Kampforganismen zu befreien und das Erde wieder bewohnbar zu machen. K?nntest du die Kranken nach Mars-Genville bringen, wenn sie es denn wollen?"
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Max schaut Lara mit offenem Blick an und es ist zu sehen, wie es in ihm arbeitet.
Max, begreifend, fast ehrfürchtig: "Ihr k?nnt Kranke heilen und unsterblich machen und damit einen uralten Menschheitstraum erfüllen! ..."
Max, bedrückt: "... Die Schattenseiten der Gentechnik wurden uns mit solch brutaler Wucht demonstriert, dass wir das Positive v?llig aus dem Blick verloren haben ..."
Max, gequ?lt l?chelnd: "... Ich sehe schon, wie die Weisskittel mich ans Kreuz nageln, wenn ich ihnen vorschlage, ihre Kranken in Genmonster zu verwandeln. Ihr dürft also nicht zu viel erwarten. Aber wenn ihr mir versprecht, mich vom Kreuz runter zu holen, werde ich sehen, was sich tun l?sst."
Wagon, staunend: "Ist das immer noch üblich bei den Natürlichen?"
Lara, Max einen Schmerzegel hinhaltend, treuherzig: "Willst du ein Schmerzegel? Dann tut das Nageln nicht weh."
Max, lachend abwehrend: "Nein danke. Ich habe übertrieben, um euch die Schwierigkeiten zu verdeutlichen. Es wird nicht so schnell gehen, wie ihr euch das wünscht."
Lara: "Diese Weisskittel k?nnten doch ein Todkrankes nach Mars-Genville bringen. Dann sehen sie, was Schreckliches mit ihm geschieht."
Iris, grimmig l?chelnd: "Dann sehen sie, wie Trage und Hilfsorgane ein Wunder vollbringen und begreifen, dass sie überflüssig geworden sind. Das wird ihr Begeisterung ins Unendliche steigern."
Wagon, staunend: "Sie haben lieber das Schmerz des Kranken, damit sie nicht überflüssig sind?"
Hisch, grimmig: "Was soll dieses Darmdampf? Wir sind doch alle überflüssig. Das Leben ist generell überflüssig. Alles, was existiert, ist überflüssig. Denn nichts hat ein Sinn, ausser du erfindest eines. Diese Weisskittel k?nnen doch ein neues Sinn erfinden, so wie es alle tun müssen, die nach Genville kommen. Sinn liegt nicht zum Aufheben am Boden. Sinn musst du solange konstruieren, bis es dir gef?llt. So wie ein Blume, dessen Gene du ver?nderst, bis es so sch?n ist, dass du bei seinem Anblick weinst."
Begeisterter Applaus.
Auch Max applaudiert schwer beeindruckt.
Max, mehr zu sich selbst: "Ich werde sehen, was ich mit diesem geistigen Rüstzeug ausrichten kann."
Antara, zu Max, melancholisch, bet?rend: "Wie mir scheint, f?llt es dir leicht, ein Sinn zu finden, Max."
Max ist gefangen von Antaras Anblick.
Lara, Max dabei beobachtend: "Wie süss!"
Die vier Schwestern und Ili, zu Antara, im Chor: "Wir wollen auch etwas von dem Süsse!"
Max ist verwirrt.
Antara, aufstehend, zu Max, wie oben: "Gehen wir?"
Max, zu den Schwestern und Ili aufsehend, die ihn umringen, wie oben: "Wie jetzt?"
Iris, kichernd: "Nun geh schon mit ihnen, du Idiot. Sie werden schon noch etwas von dir übrig lassen."
Meneor, Myrta und Iris beobachten, wie Lara Max eine Iris-Frucht hin h?lt und verschw?rerisch sagt: "Hier ein Iris-Frucht. Das gibt dir Kraft."
Meneor, Myrta und Iris schauen sich an und lachen herzlich.
Iris, der davon ziehenden Schar nach blickend: "Myrta, du bist ... warst doch natürlich. Bist du nie eifersüchtig auf diese wundersch?nen Frauen?"
Myrta, l?chelnd: "Ich habe das Eifersucht eingetauscht."
Iris, lachend: "Gibt es dafür ein Tauschb?rse?"
Myrta, l?chelnd: "Was denkst du, wie es ist, wenn du jemandem Glück schenkst und sich dieses Glück zu deinem eigenen wandelt?"
Iris, Stirn runzelnd: "?hm ... Das verstehe ich jetzt nicht."
Myrta, schw?rmerisch: "Ist es nicht ein wundersch?nes Gefühl, wenn das Betrachten des andern Glücks dir Wonne bereitet?"
Iris, kritisch: "Na ja, meistens bereitet es Neid und Eifersucht ..."
Iris, begreifend: "... Aber wenn du das Glück des andern trinken kannst wie Nektar ohne dieses schmerzhafte Gefühlsmüll ... Ja, dann w?re das wohl irgendwie ... paradiesisch."
Iris, zu dem grinsenden Meneor, muffig: "Auch wenn du uns Natürliche für bescheuert h?ltst, brauchst du nicht so bl?d zu grinsen."
Meneor, grinsend: " 'Gefühlsmüll' ist doch lustig."
Iris: "Wenn du spüren würdest, wie es schmerzt, f?ndest du es nicht mehr lustig."
Meneor ritzt Blitz schnell mit einem Messer '"NEID" auf den einen ...
... und "EIFERSUCHT" auf den andern Unterarm.
Iris, Meneors schmerzendes Gesicht betrachtend, erstaunt: "Hey, ich habe dich noch nie mit Schmerz verzerrtem Gesicht gesehen."
Meneor, wie oben: "Wenn ich wissen will, wie sich schmerzendes Gefühlsmüll anfühlt, darf ich das Schmerz nicht ausschalten."
Iris, seufzend: "Ach, du Dummerchen. Neid und Eifersucht sind keine K?rperschmerzen. Es sind eigene Gefühlsfelder. Wenn du sie nicht herstellen kannst, bist du nicht f?hig, sie zu spüren."
Meneor hat seine Schmerzen abgeschaltet und betrachtet Iris mit einem langen forschenden Blick.
Iris: "Was?"
Meneor: "Du hast Recht. Ich kann die Felder sehen, aber nicht spüren."
Iris, protestierend: "He, was f?llt dir ein?! Ein sch?nes Frau wie ich hat keine Neid- oder Eifersuchtsfelder."
Myrta kichert.
Iris, einknickend: "Ja ja, schon gut. Ich bin mein Leben lang neidisch und eifersüchtig ..."
Iris, hart lachend: "... Ziemlich beschissen, hm?"
Meneor, grinsend: "Natürlich."
Iris streckt Meneor die Zunge raus.
Die drei müssen lachen.
Szeneanfang:
Piri und Meneor haben Iris an den Armen gefasst und springen mit einem grossen Satz auf Lebensinsel.
Wie sie über die Genville-?hnliche Lebensinsel spazieren, sagt Piri kichernd: "Iris denkt, ich sei langweilig und will jetzt sehen, ob das stimmt."
Iris, err?tend: "Lena, du Miststück, hast mich verraten."
Meneor, grinsend: "Ja, Iris hat mich auch schon gefragt, wieso ich Freude habe an so einem langweiligen Piri."
Iris, vernichtet: "Arg, warum kann ich meine Kodderschnauze nicht halten? Dabei habe ich erst kürzlich über ein Kunstwerk von Gen-Magier Piri so gestaunt, dass ich mich mit meiner Einsch?tzung blamiert habe bis auf die Knochen."
Meneor, interessiert: "Ich verstehe nicht so richtig, warum Piri langweilig sein soll."
Iris, Stirn runzelnd: "Ich habe Mühe, mir vorzustellen, dass eines, das immer glücklich ist, nicht eint?nig wirkt. Wie ein See, das nie Wellen wirft. Irgend wann magst du es nicht mehr anschauen, weil das Abwechslung fehlt."
Meneor, wie oben: "Was meinst du mit 'Wellen'?"
Iris: "Die grossen Geister der Natürlichen, sofern ich davon noch sprechen darf, hatten Krisen, H?henflüge, Depressionen, Wutanf?lle, Selbstzweifel, Gr?ssenwahn, sch?pferische Blockaden, geniale Eingebungen und groteske Irrtümer, litten unter Einsamkeit, Verst?ndnislosigkeit, gescheiterten Beziehungen und dem Nutzlosigkeit ihres Wirkens, erlebten Abenteuer, von denen die kleinen Geister nur tr?umen konnten, und fanden manchmal ein Herz zerreissend tragisches Ende. Diese hohen Gefühlswellen erschienen mir immer als wesentlich für ein interessantes Existenz. Und dann kommt Piri, ist vielleicht ein bisschen traurig, kampfeslustig, unternehmungslustig, witzig, fr?hlich und ausgelassen, alles auf so süsses Art, dass ich schmelzen m?chte und dieses ausgeglichene Wesen unwillkürlich vergleiche mit den Gefühlsstürmen der Natürlichen, die mich mitgerissen haben, wenn ich ihre Lebensgeschichten las."
Meneor: "Waren diese Gefühlswellen nicht darum interessant für dich, weil du ein langweiliges Leben hattest?"
Iris schaut Meneor lange mit grossen Augen an ...
... und sagt mit schr?gem L?cheln: "Du bist schon so unerbittlich im Fragen wie ich."
Meneor, l?chelnd: "Ich lerne von dir."
Iris, nachdenklich: "Ich werde mal das Wütendwerden überspringen und mir Zeit nehmen, um über dein Frage nachzudenken."
Sie ersteigen eine pilzf?rmige Aussichtsplattform, ...
... wo sich Piri und Meneor hin kuscheln, w?hrend sich Iris in kleinem Abstand von ihnen hin legt.
Piri schmachtet Meneor mit einem Blick an, der Steine zum Schmelzen bringen k?nnte.
Iris, das Paar betrachtend, denkt: 'Dieses Kuschelei scheint grosses Wohlgefühl zu bereiten, w?hrend ich mich bei solchen Berührungen fühle, als w?re ich aus Holz.'
Lebensinsel: ""Piris Blick kann Steine schmelzen.""
Meneor, grinsend: "Das ist gut, ..."
Lebensinsel: ""Was?""
Meneor, wie oben: "... dass ich kein Stein bin."
Piri und Meneor lachen.
Lebensinsel: "Arg, statt mein Schmusetext weiter zu entwickeln, machst du dich lustig, du Hohlklotz.""
Piri, schelmisch: "Ich bin froh, dass Meneor kein Stein ist. Wer will schon mit einem flüssigen Stein kuscheln."
Meneor, den Unbedarften mimend: "Ich habe noch nie ein flüssiges Stein gesehen."
Lebensinsel: ""Ich werde euch beide verflüssigen, wenn ihr so weiter macht.""
Piri: "Dann k?nnten wir uns auf ein Weise vereinigen, wie es k?rperlich nicht m?glich ist."
Lebensinsel: ""Grrr.""
Piri, lachend: "Sei nicht so verknotet, altes Haus, und lass uns frei im Meer des M?glichen schwimmen."
Lebensinsel: ""Altes Haus? Ich bin bestimmt acht mal jünger als du Klappergestell.""
Piri, Meneor anstrahlend: "Ja, aber nun g?nn uns noch ein Augenblick des Schmelzens."
Meneor strahlt zurück.
Lebensinsel: ""Seufz. Sagt mir, wenn ihr das Schmelzpunkt erreicht habt. Dann k?nnen wir n?mlich das eigentliche Ziel unseres Reise erkunden.""
Kurze Zeit sp?ter h?ngen sie so dicht über der Oberfl?che eines Planeten, dass sie gut sehen k?nnen, was dort vor sich geht.
Piri, l?chelnd: "Und was hast du diesmal für uns gefunden?"
Lebensinsel: ""Sehet und staunet."
Lebensinsel h?ngt so dicht über einem Planeten, dass gut zu sehen ist, was unten geschieht. Die eine H?lfte des Planeten wird von einer Sonne bestrahlt, die so nah ist, dass sie alles verbrennt. Die andere H?lfte wird von einer entfernten Sonne beleuchtet, sodass es auf dem ganzen Planeten hell ist. Im lebensfreundlichen Teil wachsen seltsame Pflanzen in einem unglaublichen Tempo, pr?gen riesige Bl?tter aus, die sie gierig der milden Sonne entgegen strecken. Wo das Gebiet der heissen Sonne beginnt, verbrennen die Pflanzen schnell zu Asche.
Lebensinsel: ""Das Planet dreht sich ?hnlich schnell wie das Erde. Die Pflanzen haben also bloss ein Tag Zeit zu wachsen, bevor sie wieder zu Asche verbrennen.""
Sprachlos starren Meneor, Piri und Iris auf das Ph?nomen.
Piri, mit grossen Augen: "Ich fasse es nicht, wie gross die in so kurzem Zeit werden. Sie haben ein Art Zeitraffer-Gen. Wenn wir das h?tten, dann k?nnten wir ..."
Lebensinsel: ""... noch viel schrecklichere Monster bauen, die das Erde im Zeitraffer auffressen.""
Piri, nachdenklich: "Wie recht du hast, Lebensinsel. Aber warum zeigst du es uns, wenn dich solche Bedenken qu?len."
Lebensinsel: ""Weil ich euch vertraue.""
Piri, etwas gequ?lt: "Aber ein so m?chtiges Instrument! Wir k?nnen doch auch Fehler machen."
Meneor: "Du kannst schon jetzt mit dem, was du weisst, alles vernichten. Mit Lebensinsel und Ambellmi habt ihr Wesen geschaffen, die Planeten in Schnelles Energie aufl?sen k?nnen. Dieses Zeitraffer-Gen ist harmlos dagegen."
Piri, Meneor mit grossen Augen anschauend: "Willst du sagen, dass wir zu weit gegangen sind?"
Meneor: "Jedes F?higkeit, das du bekommst, gibt dir mehr Kraft, das Schmerz zu bek?mpfen. Das ist auch das Grund, warum Lebensinsel dir das zeigt. Es gibt niemand, bei dem F?higkeiten besser hin geh?ren, als dich."
Lebensinsel: ""Gut gesprochen, Meneor.""
Iris denkt mit grossen Augen: 'Es ist nicht sein Gefühlswelt. Es ist dieses vulkanische Potenzial, das dieses kleine G?r so faszinierend macht! ...'
Mit Tr?nen und einem befreiten L?cheln schaut Piri Meneor an.
Iris, mit sanftem L?cheln, denkt: '... Und natürlich dieses Polkappen schmelzende L?cheln ...'
Meneor, auf den Planeten zeigend: "Wenn wir schon auf einem Planetenvernichter sind, kannst du nicht das Planet so weit weg schieben, dass die Pflanzen nicht mehr verbrennen?"
Piri ruft erschrocken: "Nein nein, das w?re katastrophal!"
Meneor staunt: "Oh."
Piri, auf die Pflanzen zeigend: "K?nnten diese Pflanzen ungehindert wachsen, würden sie gigantisch. Sie würden unter ihrem eigenen Gewicht zusammen brechen, alles unter sich begraben und jedes Leben ersticken, w?hrend sie verwesen."
Meneor, wie oben: "Oh."
Piri: "Früher oder sp?ter würde sich neues Leben entwickeln. Aber die Lebewesen, deren Leben du mit dem Verschieben des Planeten schützen wolltest, w?ren alle vernichtet."
Meneor, wie oben: "Oh."
Piri: "Auch wenn ein System komplex ist, kann das ?ndern eines Einzigen grosses Wirkung haben. Wenn ich im komplexen System Meneor das Blutdruck absenken würde, h?ttest du kaum Kraft zum K?mpfen."
Meneor, wie oben: "Oh."
Piri: "Wenn ich dein Blutdruck stark erh?hen würde, k?nnten im Kampf deine Adern platzen und du würdest sterben."
Meneor, wie oben: "Oh."
Piri: "Vorsicht, übersicht, Voraussicht sind nicht nur im Kampf wichtig, sondern auch, wenn du etwas ver?ndern willst."
Meneor, wie oben: "Oh."
Piri: "Aber auch, wenn wir das begriffen haben, k?nnen wir nicht alles voraus sehen ..."
Meneor: "... und machen Fehler, weshalb wir lange denken müssen, ..."
Piri: "... bevor wir handeln, ..."
Meneor: "... damit wir nicht das Gegenteil erreichen von dem, ..."
Piri. "... was wir wollten."
Lebensinsel: ""Oh.""
Alle lachen.
Lebensinsel: ""Ich habe die Information über das Zeitraffer-Gen als Speichdenks in dein Gehirn gelegt, Piri.""
Piri, strahlend: "Ich weiss schon, wo wir es einsetzen k?nnen."
Lebensinsel: ""Dann lassen wir uns überraschen, hehehe.""
Iris, mit schwachem L?cheln: "Ich muss gestehen, dass dein Frage ins Schwarze getroffen hat, Meneor. Ich dachte, etwas Nützliches zu tun, indem ich die menschlichen Abgründe mit Enthüllungsstorys ausleuchtete. Doch kaum war ein Missstand aufgedeckt, bildete sich in meinem Rücken ein neues. Obwohl ich es spürte, wollte ich es nicht wahr haben: Mein Arbeit war sinnlos. Dieses ?de Gefühl beschlich mich mehr und mehr. Im Kampf gegen das ?dnis riskierte ich sogar mein Leben, indem ich das Mikrofon einem Genmonster wie dir hin hielt. ..."
Meneor und Piri h?ren gespannt zu.
Iris, konzentriert vor sich hin: "... Dann komme ich in euren Vergnügungspark und begegne Frauen, die so bescheuert sind, auf jedes Frage ein ehrliches Antwort zu geben, wenn sie mich nicht gerade verarschen. Die nicht das Geringste darauf geben, unnahbar oder geheimnisvoll zu wirken, um die M?nner verrückt zu machen. Die die M?nner schon ausgepackt haben, w?hrend die noch überlegen, wie sie die Frauen zum Essen einladen k?nnten. Die amüsiert lachen, wenn ich sie beleidige. Und nur mitfühlend schauen, wenn ich durch drehe. ..."
Iris, aufblickend, etwas hilflos: "... Diese Frauen sind kein R?tsel. Ich muss kein Vorsicht walten lassen, weil ich nirgends anecken kann. Es gibt nichts zu erforschen, weil sie so durchsichtig sind wie Kristall. ..."
Iris, kichernd: "... Sie sind die langweiligsten Wesen des Universums."
Meneor, grinsend: "Das ist gut. Ich will nicht Piri erforschen. Ich will mit Piri forschen. Das ist das Spannendste im Universum. Oder bist du nicht gespannt darauf, was Piri macht mit dem Zeitraffer-Gen?"
Iris, mit gel?stem L?cheln, gerührt: "Ich weiss, dass ich dummes Zeug labere, Meneor. Aber ich wollte nur selber verstehen, warum ich dieses absurde Eindruck von Piri habe. Meine natürlichen Wertvorstellungen sind so was von Müll. Wenn ich k?nnte, würde ich ein Feuer machen und es verbrennen."
Piri, lachend: "Ich k?nnte dir ein Müllstrauch bauen, an das du deine Müllvorstellungen h?ngen kannst. Dann k?nnten wir es anzünden und du w?rst frei."
Iris kichert gerührt: "Wenn es so einfach w?re. Aber danke, Piri. Das Idee ist inspirierend."
Iris, mit tiefem Blick auf Piri: "Ich glaube, das Hilfreichste wird sein, wenn du mich einfach an deinem Seite forschen l?sst, Piri."
Piri schenkt Iris ein Sonnenl?cheln.
Iris, theatralisch: "Hilfe, ich brauche ein Sonnenbrille!"
Alle, auch Lebensinsel, lachen.
Iris, zu Piri, mit leichtem L?cheln: "Nachdem ich auf gutem Weg bin zu begreifen, warum ein Genville-Frau interessant ist, m?chte ich auch wissen, was dir an diesem MMMM gef?llt?"
Piri: "MMMM?"
Iris, grinsend: "Massen mordendes Monstrum Meneor. Entweder ist es das oder ein grinsendes Clown. Nichts, was auf das erste Blick begeistern k?nnte."
Meneor: "Was ist ein Clown?"
Iris: "Ein Person, das Leute zum Lachen bringt."
Meneor, grinsend: "Dann sind wir alle Clowns."
Iris, grinsend: "Dein Logik ist wie immer umwerfend."
Meneor: "Was ist Logik?"
Piri: "Logik ist das Gefühl, dass ein Zusammenhang richtig ist."
Meneor macht ein Fragezeichengesicht.
Piri: "Wenn Frucht A gr?sser als Frucht B ist. Und Frucht B gr?sser als Frucht C. Dann ist es logisch, dass Frucht A auch gr?sser ist als Frucht C."
Meneor: "Ja, das gibt ein Richtig-Gefühl. Wenn ich sage, dass Frucht C gr?sser ist als A, dann ist es unlogisch."
Piri: "Nein, dann ist es logisch, dass das Aussage falsch ist."
Meneor, grinsend: "Dann ist Logik immer richtig, auch wenn es falsch ist."
Iris, lachend: "Bl?dmann."
Piri lacht.
Piri, mit versonnenem L?cheln: "Spürst du es, Iris?"
Iris versucht zu verstehen, was Piri meint.
Piri, wie oben: "Dieses Gefühl, wenn du bei Meneor bist. Dann kann das Welt nicht auseinander fallen."
Iris sieht vor ihrem geistigen Auge Ewald und sagt, in sich gekehrt: "Ja, Piri, ich kenne dieses Gefühl."
Lebensinsel, protestierend: ""He, ihr hockt in meinem Schoss uns habt trotzdem das Gefühl, das Welt k?nnte auseinander fallen?""
Iris und Piri werfen sich einen verschw?rerischen Blick zu ...
... knuddeln gleichzeitig eine Auspr?gung von Lebensinsel und rufen: "Aber Lebensinsel, du bist doch auch unser Schnucki!"
Gel?chter.
Piri, versonnen l?chelnd: "Es gibt noch ein Grund. In dem K?seglocke von Natural City war das Sonne fast immer von Wolken bedeckt. Meneor hat sie weg gepustet."
Iris, grinsend: "Ja, ein Mann, das das Wetter beeinflussen kann, ist schon beeindruckend."
Gel?chter.
Szeneanfang:
Am n?chsten Tag erscheint über Natural City ein einmotoriges Propellerflugzeug, das unter seinen Tragfl?chen je eine Bombe tr?gt.
Max sitzt allein in seinem Büro und denkt tagtr?umend: 'War das ein Traum? Oder habe ich das wirklich erlebt? Diese Frauen ... Sie haben viel gelacht ... Aber nicht über meine kümmerliche M?nnlichkeit ... Ihr Lachen war ... eine Form von Z?rtlichkeit ... Als würden sie damit ein Nest bauen, das uns, für einen Augenblick, Geborgenheit schenkt, damit nichts das freie Fliessen des Behagens st?rt ... Dieses Ruhen in vollkommenem Vertrauen ... Was für eine Erfahrung für mich, der gewohnt ist, allen und allem zu misstrauen in dieser kalten Stadt voller unglücklicher Menschen ... Ich fühle mich so wohl wie noch nie in meinem Leben ...'
Ein Guard stürmt ins Büro und ruft aufgeregt: "Entschuldigen Sie, Chief, aber da ist ein Flugzeug über der Stadt!"
Der aus seiner Tr?umerei gerissene Max schaut benommen, ...
... reisst sich aber schnell zusammen und springt auf.
Max und der Guard stehen auf dem Dach des Guard-Hauptquartiers und beobachten beunruhigt das Flugzeug, aus dessen Bauch sich eine Unzahl von Flugbl?ttern l?st, ...
... die sich wie tanzendes Herbstlaub über die Stadt verteilen.
Wie das Flugzeug in ihre Richtung schwenkt, denkt Max alarmiert: 'Was hat Meneor gesagt? Vorsicht!'
Max, zur Tür, die nach unten führt, rennend, zum Guard, laut: "In Deckung!"
W?hrend Max und der Guard die Treppe runter rennen, l?sen sich die beiden Bomben von den Tragfl?chen ...
... und explodieren mit gewaltigem Get?se gegenüber dem Guard-Hauptquartier in einem Wohnblock.
Fassungslos starren Max und der Guard durch ein Gangfenster auf das brennende, halb zerst?rte Geb?ude.
Max denkt gestresst: 'übersicht!', ...
... und befiehlt dem Guard, wieder nach oben rennend: "Holen Sie mir ein Stück Kreide!"
Guard, Max nach schauend, verwirrt: "Aber Chief, auf dem Dach ist es gef?hrlich. Sollen wir das Flugzeug nicht abschiessen?"
Max, im Weiterrennen, entschlossen: "Nein, ich will sehen, wo es hin fliegt. Schnell, die Kreide!"
Kopf schüttelnd wendet sich der Guard ab, um die Kreide zu besorgen.
Auf dem Dach beobachtet Max, wie das Flugzeug entschwindet, ...
... nimmt die Kreide, die ihm der verwirrte Guard hin h?lt ...
... und malt einen Strich, der in die Richtung zeigt, in der das Flugzeug verschwindet.
Max, dem Guard die Kreide zurück gebend, ernst: "Ich weiss, dass Sie mich für bekloppt halten, aber da werden noch mehr kommen. Und da wir keine Flugabwehr haben, müssen wir wissen, wo sie starten. Dann k?nnen wir das übel an der Wurzel bek?mpfen."
Guard, überfordert: "Aber wir k?nnen Natural City doch gar nicht verlassen."
Max, geheimnisvoll: "Da ist noch nicht das letzte Wort gesprochen."
Wie Max das Dach verl?sst, schaut ihm der Guard mit Fragezeichengesicht nach.
Die Treppe hinab gehend, denkt Max: 'Voraussicht!' ...
... und sieht vor seinem geistigen Auge eine Armada von bombenbeladenen Propellerflugzeugen auf Natural City zu fliegen.
Max, pl?tzlich rennend, flucht alarmiert: "Verdammt!"
Max rennt aus dem Hauptquartier, ...
... und verschwindet in der Kirche mit dem Wegdoppler.
Max steht auf der Bühne in Genville und r?uspert sich unsicher, ...
... reisst sich zusammen und ruft in voller Lautst?rke: "Vooortraaag!!!"
Von allen Seiten tauchen auf und setzen sich erwartungsvoll auf die Tribüne: Meneor, die vier Schwestern, Aladan, Estragon, Chromos 5, Antara, Ili, Lena, Caesar.
Wie Max die gespannten Blicke auf sich ruhen sieht, ...
... schaut er zu Boden und sagt zerknirscht: "Kaum haben wir das organisierte Verbrechen in die Schranken gewiesen, taucht buchst?blich eine neue Gefahr am Horizont auf. Es ist mir nicht recht, dass ich schon wieder um Hilfe bitten muss. Und es ist in Ordnung, wenn ihr nicht helfen m?chtet, denn ich sehen auch keinen Weg, das Problem zu l?sen."
Aladan, lachend: "Indem du auf dem Bühne stehst und uns auf das Folter spannst, hast du das Weg schon beschritten."
Estragon, kichernd: "Ein sehr gutes Einleitung, Max. Unser Aufmerksamkeit ist voll dein."
Gel?chter.
Max, verlegen l?chelnd: "Dann bin ich wenigstens für ein bisschen Unterhaltung gut."
Max, auf das Flugblatt schauend, ernst: "Diese Flugbl?tter hat eben ein Flugzeug über Natural City abgeworfen. Danach hat es mit zwei Brandbomben Geb?ude zerst?rt, um der Forderung auf dem Flugblatt Nachdruck zu verleihen. Unterzeichnet von einem 'Imperium', wird verlangt, dass wir unsere Treibstoff- und Wasservorr?te raus rücken. Sollten wir uns weigern, wird die ganze Stadt mit Brandbomben einge?schert. Da es keine Fluchtm?glichkeit gibt, würde es Millionen Tote geben. Es w?re das Ende von Natural City."
Chromos 5: "Was war es für ein Flugzeug?"
Max: "Ein einmotoriges Propellermodell mit Brandbomben unter den Tragfl?chen."
Estragon: "Und ihr k?nnt diese Flugzeuge nicht abschiessen?"
Max: "Nein. Wir haben weder eine Luftwaffe noch Flugabwehrgeschütze."
Lara: "Wenn ihr euer Wasser abgebt, werdet ihr verdursten. Und wenn nicht, werdet ihr verbrennen. Was dieses 'Imperium' fordert, ist von unbeschreiblichem Grausamkeit."
Nachdenkliches Schweigen.
Max, etwas verloren: "Ich k?nnte versuchen, mit dem Imperium zu verhandeln. Seit bei uns dank dem genialen Caesar alles elektrisch funktioniert, brauchen wir kaum mehr Treibstoff. Und seit auf dem Unigel?nde dank der genialen Myrta das Wasser aus dem Nichts entsteht, k?nnten wir zur Not auf etwas Wasser verzichten."
Begeistert klatschen die Genvilles Caesar Beifall, der es grinsend zur Kenntnis nimmt.
Meneor, grinsend: "Wenn du mit dem Imperium sprechen willst, komme ich mit. Ich sammle etwas Kampfkraft. Pferdchen und Giftstrauss wollen sowieso Abwechslung."
Antara: "Wünesbndfzeuhmeh."
Hisch: "Wkesdmurmeaen."
Chromos 5: "Sefzekeshfgdurmesnteinke."
Wagon: "Dbnweeaskme."
Aladan: "Wsddtuntidwevnrcseudhebatbddanadkfe?"
Hisch: "Fdfeaaktwijehetbn."
Lara: "Aawelnueaawasbn."
Piri: "Fdedgsauke."
Chromos 5: "Defzehnmnerddfdeaenke."
Estragon: "Uwdfzeaünueorwesdpwnsrzg."
Caesar: "Emaessdirwaisnaenltudfznzaub. Ehen."
(Antara: "Wir müssen etwas bauen, das Flugzeuge vom Himmel holt."
Hisch: "Wir k?nnen sie doch mit unseren Messern abschiessen."
Chromos 5: "Solche Flugzeuge k?nnen so hoch fliegen, dass unsere Messer sie nicht erreichen k?nnen."
Wagon: "Dann bauen wir eben einfach st?rkere Messer."
Aladan: "Willst du dann Tag und Nacht in dem Wüste vor Natural City stehen und das Himmel beobachten, bis dir die Augen aus dem Kopf fallen?"
Hisch: "Für das faule Aladan k?nnten wir ja ein H?ngematte bauen."
Lara: "Aladan wird einschlafen und erst aufwachen, wenn alles brennt."
Piri: "Flugdrachen, die Geschosse abfeuern k?nnen."
Chromos 5: "Diese Flugzeuge haben Maschinengewehre, die die Flugdrachen abschiessen k?nnen."
Estragon: "Und wenn die Flugzeuge abstürzen und explodieren, werden sie dem Pilzwesen Schmerzen zufügen."
Caesar: "Es muss also etwas sein, das immer wachsam ist, sich nicht abschiessen l?sst und das Flugzeug nicht zum Absturz bringt. Ein hartes Nuss.")
Wie ein Wirbelwind rennen die Genvilles, ausser Ili und Lena, in Richtung der Nutzwesen davon.
Ili, Lena und Max schauen ihnen nach und h?ren übermütiges Gel?chter.
Max, konsterniert: "Wie jetzt?"
Max, grimmig l?chelnd vor sich hin: "Wenigstens habe ich etwas zur allgemeinen Belustigung beigetragen."
Ili: "Sei nicht dumm, Max."
Max, aufgebracht: "Das war doch die totale Verarsche! Zuerst schnattern sie wie ein Rudel Affen und dann amüsieren sich sich k?stlich über meinen besch?menden Auftritt. Und Meneor hat auch nur bl?d gegrinst, weil er's nicht ernst meint."
Ili, lachend: "Meneor grinst immer bl?d ..."
Ili, nachdenklich: "... Vielleicht ist es deshalb noch am Leben, weil es all das Furchtbare, das es erlebt hat, einfach weg grinst."
Max, trotzig: "Und soll ich das Furchtbare, das ich eben erlebt habe, auch einfach weg grinsen?"
Ili, Max bei den Schultern fassend, sanft: "Ich werde deine Vibrationen gl?tten und dir erkl?ren, was eben passiert ist."
Max schaut Ili unglücklich an.
Lena: "Ja, das würde mich auch interessieren, Ili."
Ili, zu Max: "Du hast den Gentechs ein ?usserst dr?ngendes Problem erz?hlt. Deshalb wollten sie kein Zeit verlieren und haben sich im Chromos 4-Tempo unterhalten, das viermal schneller ist, als du es gewohnt bist. Wenn sie ein Problem l?sen wollen, versetzt es sie in ein Art kreatives Ekstase. Ihr Gehirn beginnt zu sprühen, sodass ich fast die Funken sehen kann. Sie werfen sich Blitz schnell Ideen zu, hangeln sich daran hoch und lachen über jedes Absurde, das ihnen dabei begegnet. Sie werden innert Stunden ein L?sung haben, das dein Stadt rettet."
Max h?rt mit grossen Augen zu ...
... und sagt mit gesenktem Blick: "Ich bin dumm, Ili."
Ili, kichernd: "Ein bisschen nur."
Ili, Max auf den Mund küssend: "Und jetzt entspann dich und warte."
Ili f?ngt Maxens bewusstlosen K?rper auf und sagt verblüfft: "Ups, jetzt habe ich es wohl etwas zu viel entspannt."
Lena, sich hin setzend, l?chelnd: "Kannst du sein Kopf in mein Schoss betten. Ich hatte n?mlich noch nicht das Vergnügen."
Ili tut lachend wie geheissen ...
... und kuschelt sich von hinten an Lena.
Szeneanfang:
Nach Stunden ?ffnet Max die Augen und sieht Lenas Gesicht über sich.
Max schreckt hoch, ...
... schaut auf seine Uhr und sagt verwirrt: "Ich habe drei Stunden geschlafen?!"
Ili, kichernd: "Bei Lena. Es wollte dich auch mal in seinem Schoss haben."
Lena, err?tend: "Seltsam. Seit ich in Genville bin, fühle ich mich wie Papier. Ich lasse mich von jedem Streichholz entflammen."
Max, Kopf schüttelnd, lachend: "Und ich bin das Streichholz?"
Max, sinnierend, befremdet: "Seltsam. Natural City steht vor der Vernichtung und ich lache."
Lena: "Mir ist auch aufgefallen, dass in Genville in einer halben Stunde so viel gelacht wird wie in meinem früheren Leben in einem halben Jahr."
Max, sich umschauend, witternd: "Sind hier irgend welche Drogen in der Luft?"
Lena muss lachen.
Lena und Max schauen sich l?chelnd an.
Ili, je einen Arm in Richtung Max uns Lena ausgestreckt, beschw?rend: "Ich bade in synchronen Vibrationen."
Lena, zu Ili, neckend: "Du Kupplerin!"
Die drei lachen.
Max, zu Lena, l?chelnd: "Wenn ich diese Krise überlebe, werde ich gern dein Streichholz sein."
Lena err?tet.
Ili kr?ht: "Siehst du, Lena, du bist gar nicht so h?sslich, wie du denkst."
Lena, rot, peinlich berührt: "?hm ..."
Max muss Kopf schüttelnd lachen.
Stimme aus dem Off: "Dürfen wir dich begleiten, Max, wenn du zum Imperium gehst?"
Erstaunt sieht Max die l?chelnde Myrta und die eher ernste Iris, die hinzu getreten sind.
Max, Stirn runzelnd: "Das k?nnte t?dlich enden. Und ich m?chte euch nicht in Gefahr bringen."
Myrta, l?chelnd: "Wenn Meneor dabei ist, h?lt sich das Risiko in Grenzen. Ausserdem w?re es ein weiteres Schritt auf dem Weg des Kriegers."
Max, mit Fragezeichengesicht: "Und was bitte ist der 'Weg des Kriegers'?"
Iris: "Vereinfacht ausgedrückt, geht es darum, das Wahrheit nicht zu leugnen."
Max, kritisch: "Und was bitte ist die Wahrheit?"
Myrta: "Das Sinnlosigkeit des Lebens und sein st?ndiges Bedroht-sein in einem gnadenlosen Universum?"
Max: "Und was habe ich davon, wenn ich diese Wahrheit nicht leugne?"
Iris: "Du vertr?delst dein Zeit nicht mit falschen Wichtigkeiten."
Max: "Die da w?ren?"
Myrta: "Machtpositionen, Statussymbole, Wimperntusche."
Max, lachend: "Auf Wimperntusche kann ich verzichten. Aber was sind dann die richtigen Wichtigkeiten?"
Ili: "Schauen, dass es allen gut geht."
Iris: "Schauen, dass es allen gut geht, die wollen, dass es allen gut geht, denn die, die nicht wollen, dass es allen gut geht, müssen wir ausschalten, damit es allen gut geht."
Max schwirrt der Kopf: "Wenn das Imperium nicht will, dass es meinen Schützlingen in Natural City gut geht, dann muss ich es ausschalten."
Die andern nicken.
Max, mit feinem L?cheln: "Dann bin ich auch auf dem Weg des Kriegers?"
Nicken.
Max, sinnierend: "Aber es kann nicht allen gut gehen. So viele, die keine Liebe finden, weil sie unattraktiv sind. So viele, die krank sind und t?glich Schmerzen haben. So viele, die alt sind und Angst haben vor dem Tod ..."
Ili: "Aber die Gentechs k?nnen doch machen, dass alle jung, gesund, sch?n und unsterblich sind. Damit ist doch alles ausgeschaltet, was du aufz?hlst."
Max schaut Ili mit grossen Augen an.
Iris, grinsend: "Wir Natürlichen müssen nur unser Scheissangst, in Genmonster verwandelt zu werden, überwinden."
Myrta, kichernd: "Nun ich kann mich nicht brüsten, mein Angst überwunden zu haben. Ich war bewusstlos, als sie mich in Chromos 1 umwandelten. Aber ich kann euch versichern, dass ich das Alte geblieben bin. Das einzige, das sich ge?ndert hat, ist, dass ich mir jetzt keine Sorgen wegen meiner Falten mehr machen muss."
Max, l?chelnd: "Wie mir scheint, führt ein Aufenthalt in Genville dazu, dass die geistigen Grundlagen gründlich aufgearbeitet werden."
Lena: "Geht mir auch so."
Myrta, zu Max: "Eigentlich sollten wir dich holen, Max. Sie haben ein L?sung gefunden. Luftfisch ist bereit."
Max, mit Fragezeichengesicht: "In drei Stunden! ... Luftfisch?"
Iris, grinsend: "Für Leute, die vier mal schneller denken, sind drei Stunden zw?lf."
Szeneanfang:
Luftfisch schwebt schon hoch über der Wüste.
In seiner Kabine liegt Tank auf einem pflanzlichen Podest gut einen Meter über Boden mit ge?ffnetem Deckel auf der Seite, sodass die zentimetergrossen, kugelf?rmigen Samen, die er produziert, heraus kullern k?nnen. Naben Tank liegt ein grosser Haufen Früchte, von denen er pausenlos isst, um genug Baustoff für die Samen zu haben.
Der Boden der Kabine ist schon bedeckt mit den Samen. Luftfisch hat die sonst ebenerdige Türschwelle einen Meter angehoben, damit die Samen nicht aus der Kabine rollen.
Myrta referiert: "Wir müssen die Samen rings um Natural City einpflanzen und bew?ssern. Bis wir in der Stadt sind, hat Tank hoffentlich genug davon gebaut ..."
Tank: "H?re ich da Zweifel, du Kleingl?ubige?"
Myrta, l?chelnd: "Als Ingenieur machst du viele Fehler. Das ist das Vorsicht des gebrannten Kindes."
Der etwas verwirrte Max, Iris, Lena und Ili h?ren zu.
Max, verunsichert: "?hm, Natural City ist eine Millionenstadt. Wir k?nnen doch nicht zu fünft einen Samengürtel pflanzen. Das dauert Wochen. Bis dahin ..."
Iris: "Deshalb kommen wir ja mit. Ich werde dich interviewen, sodass du den Leuten erkl?ren kannst, worum's geht. Dann bittest du die Leute um Mithilfe. Wenn zehntausend kommen, ist die Arbeit in einem Tag geschafft. Myrta wird den Leuten demonstrieren, wie sie die Samen einpflanzen müssen."
Max, Kopf schüttelnd: "Niemand wird sich in die Wüste wagen, wo sie von dem Pilzwesen gefressen werden."
Ili: "Ich sage dem Pilzwesen, dass es die Natürlichen fürs Pflanzen leben lassen soll."
Max, verzweifelt: "Aber Flugzeuge mit Samen zu bek?mpfen ist absurd. Damit mache ich mich zum Affen. Die Leute werden denken, ich spinne, und niemand wird kommen."
Iris, zu Max, eindringlich: "Du wirst einfach ehrlich meine Fragen beantworten. Ich werde dich so lenken, dass die Leute schliesslich deine Beweggründe nachvollziehen k?nnen. Wenn es uns gelingt, von zehn Millionen jedes Tausendste zu überzeugen, haben wir genug helfende H?nde. Das Rest kann uns gestohlen bleiben."
Myrta, zu Max, tr?stend: "Vertrau Iris, Max. Es ist ein Profi."
Max, kleinlaut: "Ich weiss. Ich habe jede ihrer Sendungen gesehen. Aber ..."
Iris, streng: "Kein Aber!"
Max seufzt.
Szeneanfang:
Eine Ansagerin auf einem der Stadtbildschirme: "Wir kennen alle diese Imperiumsflugbl?tter, deren Inhalt viele in Angst versetzt. Manchen halten es aber nur für einen üblen Scherz. Wir befragen dazu live den Chief der Security Guard."
Stadtbildschirm: Max und Iris, in Natural City Kleidung, stehen auf der Mauer, die den Apfelbaumgarten gegen die Wüste abgrenzt. Im Hintergrund schwebt der m?chtige Luftfisch majest?tisch über der Wüste mit dem Kabineneingang zur Mauer.
Iris: "Chief Max, wie gef?hrlich ist das Imperium?"
Max: "Da bereits Bomben auf unsere Stadt geworfen wurden, sch?tze ich die Lage als sehr ernst ein. Wenn wir dem Imperium unser Wasser geben, werden wir verdursten. Wenn wir uns weigern, werden wir mit Brandbomben vernichtet."
Iris: "Und warum schiesst das Security Guard die Bomber nicht einfach ab?"
Max: "Wir haben weder Flugzeuge noch Geschütze, welche eine Bomberstaffel abfangen k?nnten."
Iris: "Dann bleibt Natural City also nur zu sterben?"
Max: "Nein. In dieser aussichtslosen Lage habe ich die Genvilles um Hilfe gebeten."
Iris, die verblüffte mimend: "Das Chief der Security glaubt also allen Ernstes, dass die Genmonster Natural City retten werden?"
Max: "Diese sogenannten Genmonster haben sich nie dafür ger?cht, dass wir sie mehr als einmal vernichten wollten. Es w?re ein Einfaches gewesen, alle Natürlichen mit einem Virus auszurotten. Und nun wollen uns Natürliche in einem Krieg um Rohstoffe t?ten. Wer ist also hier das Monster?"
Iris: "Dann sind wir gespannt auf das Ergebnis des Hilfeersuchens."
Max, auf Luftfisch weisend: "Die Genvilles haben ein Verteidigungssystem entwickelt, das uns vor Luftangriffen schützen soll."
Iris, mit Blick auf Luftfisch, die entt?uschte mimend: "Ein Zeppelin?"
Max, Luftfisch herbei winkend: "Myrta, würdest du bitte den Leuten erkl?ren was zu tun ist?"
Luftfisch n?hert sich, sodass die bis zu den Hüften in Samen stehende Myrta erkennbar wird.
Myrta, eine Handvoll Samen pr?sentierend: "Diese Samen müssen rings um Natural City einige Zentimeter tief in das Boden gedrückt werden. Das Pilzwesen wird sie dann bew?ssern. Also nicht erschrecken, wenn pl?tzlich Tentakel auftauchen, aus denen Wasser str?mt. Wir werden die Samen rings um das Stadt ausstreuen. Aber es braucht zehntausend Leute, die sie einpflanzen."
Iris, zu Max, sarkastisch: "Chief Max will Bomberstaffeln mit Samen bek?mpfen? Wie soll das gehen? Ist das ein Scherz der Genvilles, die sich tot lachen, wenn Natural City verbrennt?"
Max, tief ernst: "Ich weiss auch nicht, wie es funktioniert. Ich weiss nur, dass es unsere einzige Chance ist zu überleben ..."
Max, in die Kamera, wie oben: "... Ich bitte alle, die beim Pflanzen helfen wollen, sich hier im Apfelbaumgarten einzufinden. Von der Mauer hier werden Helikopter die Helfenden rings um die Stadt verteilen, damit die Aktion m?glichst schnell abgeschlossen ist."
Myrta ruft aus dem davon schwebenden Luftfisch: "Wir beginnen mit dem Ausstreuen!"
Iris, die beunruhigende mimend: "Aber bisher wurden Natürliche, die sich in das Wüste gewagt haben, vom Tentakelmonster gefressen!"
Max: "Für die Dauer der Pflanzaktion dürfen sich Natürliche in der Wüste aufhalten. Bitte vermeiden sie feindselige Handlungen gegen Tentakel, welche die Samen bew?ssern. Dann garantiere ich, dass niemand verletzt wird."
Iris, Kopf schüttelnd, die Ungl?ubige mimend: "Jetzt willst du nicht nur mit Murmel grossen Samen gegen Flugzeuge k?mpfen, sondern sie auch noch vom Tentakelmonster bew?ssern lassen. Was sagst du zu den Leuten, die ihren Chief für v?llig bekloppt halten?"
Irritiert von Iris' harschen Worten, will Max etwas sagen.
Iris, mit der ausgestreckten Hand ein Stoppzeichen machend: "Sag nichts! Ich werde den Leuten zeigen, dass du nicht durchgedreht bist. Die Leiter bitte!"
Sofort rennen zwei Gehilfen mit einer langen Leiter herbei, ...
... die sie an der Aussenseite der Mauer anlehnen, ...
... sodass Iris, die ihr Mikrofon dem etwas verdutzten Max in die Hand gedrückt hat, auf der Leiter in die Wüste hinab steigen kann.
W?hrend Iris einige Schritte in die Wüste hinaus geht, beginnt sie ihre Kleider weg zu schmeissen, ...
... bis sie v?llig nackt stehen bleibt und sich mit geschlossenen Augen konzentriert.
In einer Szene, die dem Publikum das Blut gefrieren l?sst, schiessen rings um Iris Arm dicke Tentakel aus dem Boden, ...
... die sich über Iris krümmen, sodass ihre Spitzen auf Iris' K?rper zielen.
Ein paar Sekunden, wo alle denken, dass es nun um Iris geschehen ist, bewegt sich nichts, ...
... bis aus den Tentakelspitzen Wasser spritzt und Iris sich lachend wohlig im Wasserstrom r?kelt.
Max denkt erleichtert und gerührt: 'Danke, Iris, danke ... Obwohl es ein trauriges Zeugnis ist für uns Natürliche, dass der nackte K?rper einer sch?nen Frau uns mehr beeindruckt als das beste Argument ...'
Szeneanfang:
Iris und Max stehen auf Stadtseite an der Brücke, die über den S?uregraben zum Apfelgarten führt. Iris hat wieder ihr lebendes Kleid angezogen, das Ausl?ufer aussendet, welche durch Iris' nasses Haar pflügen, um es zu pflegen und zu trocknen.
Max beobachtet diesen Vorgang und meint, verblüfft lachend: "Will dich dieses Kleid fressen?"
Iris, lachend: "Es pflegt mein Frisur, damit ich nicht aussehe wie ein nasses Ratte."
Max, artig: "Du siehst auch als nasse Ratte toll aus, Iris."
Iris, lachend: "Mach dir kein Hoffnung, Max. Ich bin asexuell."
Max, ernst: "Das war keine Botschaft von meinem Schwanz, sondern echte Dankbarkeit, weil du mir geholfen hast, ..."
Max, auf die Menschenmenge weisend, die über die Brücke zum Apfelgarten str?mt: "... die Leute zu mobilisieren."
Lange Reihen von Guards sichern den Menschenstrom, w?hrend eine wütende Protestmenge versucht, die Brücke zu besetzen.
Die Protestierenden halten Schilder hoch mit Aufschriften, wie: "Nieder mit den Genmonstern!", "Wer Gentech traut, in die R?hre schaut!", "H?ngt die Gentech-Kollaborateure!", "Wir lassen uns nicht verarschen!", "Die Genmonster haben diese Flugbl?tter abgeworfen, damit wir uns ihnen ausliefern!".
Protestierende rufen dem Menschenstrom zu: "Ihr Verr?ter!", "Ihr Schweine liefert uns den Genmonstern aus!"
Max, besorgt: "Hoffentlich eskaliert diese Protestwelle nicht. Ich m?chte keine Gewalt anwenden."
Iris, nachdenklich: "Ich hinterfrage ja auch gern alles. Aber diese Leute haben kein Ahnung von den Genvilles und schreien sich jetzt heiser, als wüssten sie Bescheid."
Iris, mit Blick auf die pausenlos von der Apfelgartenmauer startenden und landenden Helikopter: "Jedenfalls brauchst du dir wegen dem Flugabwehr keine Sorgen zu machen. Es sind jetzt schon genügend Pflanzteams im Einsatz. Und wenn die Schreih?lse das Wüste stürmen und die Samen ausreissen wollen, wird das Pilzwesen sie verschlingen."
Max, tief ernst: "Die Genvilles sind fest entschlossen, uns in Natural City fest zu halten?"
Iris, ernst: "Siehst du ein anderes Weg, um zu verhindern, dass die Natürlichen diesem Planeten endgültig das Todesstoss versetzen?"
Ratlos und bedrückt schaut Max vor sich hin.
Szeneanfang:
Myrta, Iris und Max stehen auf der ?usseren Apfelgartenmauer und schauen zu, wie die letzten Pflanzteams den Apfelgarten verlassen.
Iris, zu Max: "Warum rechnest du gleich mit einem Angriff. Das Imperium hat doch bloss ein Forderung gestellt und wartet jetzt auf eures Antwort."
Max: "Auf der Rückseite des Flugblatts war ein Imperiumsemblem abgebildet, welches wir gross in den Wüstensand zeichnen sollten als Zeichen unserer Kapitulation."
Iris, die Wüste betrachtend, nüchtern: "Ja, da ist kein Emblem zu sehen."
Iris, mit beschw?rend ausgestreckten Armen und geschlossenen Augen, kichernd: "Aber dem k?nnen wir abhelfen."
Vor dem verblüfften Max w?chst eine riesige Pilzwesenfaust aus der Wüste, deren gestreckter Mittelfinger keinen Zweifel über die Botschaft aufkommen l?sst.
Myrta lacht.
Das ferne Brummen eines Propellerflugzeugs ist zu h?ren.
Das Flugzeug n?hert sich, ...
... dreht vor der Faust ab ...
... und fliegt zurück.
Iris, nüchtern: "Jetzt gibt es kein Zweifel mehr, dass bald ein Angriff kommt."
Max schaut hinab in die Wüste, ...
... wo die Samen bereits aufgequollen sind und eine dichte Reihe Tennisball grosser Kugeln bilden.
Max, voller Zweifel: "Diese Tennisb?lle sollen uns schützen?"
Myrta, Max am Arm fassend: "Komm, Max, wir machen jetzt ein Spaziergang durch das Garten, das ich gepflanzt habe, essen ein Apfel und atmen tief durch."
Stunden sp?ter ist das unheimliche Brummen zahlreicher Propellerflugzeuge zu h?ren.
Myrta, Max und Iris sitzen unter einem Apfelbaum.
Max horcht alarmiert, ...
... springt auf und ruft: "In Deckung! Die Flugzeuge haben bestimmt Maschinengewehre, mit denen sie uns hier treffen k?nnen!"
Die drei rennen zu einer Treppe, die auf die ?ussere Gartenmauer führt, ...
... und kauern sich auf den Treppenstufen in Deckung.
Max wird zusehends nerv?ser, ...
... zieht seine Pistole und rennt die restlichen Stufen hoch mit dem wütenden Ausruf: "Ihr verdammten ...!"
Kaum hat Max die Pistole auf die etwa zwanzig n?her kommenden Flugzeuge gerichtet ...
... wird er von Myrta und Iris runter gerissen ...
... und zurück in die Deckung der Mauer bef?rdert.
Iris, wütend: "Verdammtes Scheisse, Max, wenn du schon das übersicht über die Maschinengewehre hast, wieso hast du nicht auch das Voraussicht, dass du gleich als L?chersieb enden k?nntest?!"
Myrta, mit mildem Tadel: "Wenn ein Mann Frauen beeindrucken will, f?ngt es schnell an zu spinnen. Aber glaube mir, Max, wir haben dich lieber als ganzes Mann denn als durchl?chertes Held."
Max ist v?llig verdattert ...
... und sagt erschüttert: "Verzeihung ... Ich ..."
Iris, Max beruhigend t?tschelnd: "Ja ja schon gut, Max. Dir geht das Schicksal dieses Stadt nahe. Aber jetzt schauen wir mal in allem Ruhe, wie Genville ein Bomberstaffel vernichtet. Dann kannst du auch gleich sehen, was mit deinem Bombenangriff geschehen w?re."
In Deckung bleibend, schauen die drei über die Mauerkante, wo pl?tzlich sehr schnell riesige Ballone aufsteigen, ...
... zwischen denen sich ein dichtes, aber kaum sichtbares Netz spannt.
Mit Ohren bet?ubendem "Taktaktak" schiessen die Flugzeuge auf die Ballons, ...
... in die die Kugeln kleine L?cher reissen, ...
... die sich jedoch sofort wieder schliessen, ...
... sodass die Ballone ungehindert weiter steigen ...
... und ihr Netz vor den Flugzeugen aufspannen, die nicht mehr ausweichen k?nnen ...
... und in dem z?hen, klebrigen Netz landen wie Insekten in einem Spinnennetz, ...
... wo ihre Motoren abgewürgt werden und sie hilflos h?ngen bleiben.
Langsam senken sich die Ballone ab ...
... und legen die Flugzeuge sanft auf den Wüstenboden, sodass kein Treibstofftank und keine Phosphorbombe explodiert.
Auf der Mauer stehend, beobachten Myrta und Iris das Geschehen mit steinernen Mienen, w?hrend Max fassungslos in die Wüste starrt, ...
... wo die Piloten aus den Flugzeugen zu entkommen versuchen, dabei aber vom Pilzwesen verschlungen werden.
Zahlreiche Tentakel beginnen, die Flugzeuge auseinander zu reissen ...
... und die Teile hinab zu ziehen, ...
... sodass nach einigen Minuten eine ganze Bomberstaffel buchst?blich vom Erdboden verschluckt ist.
Max, fassungslos: "Warum hat das Pilzwesen die ganze Bomberstaffel gefressen?"
Myrta, nüchtern: "Blut, Eisen, Phosphor ... Alles nützliche Stoffe zum Leben."
Max, begreifend: "Die Genvilles h?tten die Flugzeuge auch abschiessen k?nnen, aber sie wollten nicht, dass brennende Flugzeuge abstürzen und die Bomben explodieren, weil das Pilzwesen sonst darunter gelitten h?tte."
Myrta, lachend: "Ja, deshalb Tennisb?lle statt Raketen."
Maxens Blick f?llt auf die Demonstrierenden, die immer noch neben dem Brückenaufgang stehen, aber still geworden sind.
Max, entschlossen auf die Brücke zu marschierend: "Vielleicht kann ich etwas für den Frieden tun."
Myrta und Iris folgen ihm mit Fragezeichengesichtern.
Die Guardreihe ?ffnet sich, sodass Max zu den Demonstrierenden treten kann, gefolgt von Myrta und Iris, die eine Hand Kampf bereit auf einen Messergriff legt.
Max, zu den Demonstrierenden, die beklommen schweigen: "Ich verstehe eure Gefühle. Die Idee mit den Samen klingt so absurd, dass ich mich gefragt habe, ob es ein übler Scherz ist und ich im Phosphorfeuer verbrennen werde. Als die Bomber kamen, habe ich die Nerven verloren und wollte mit meiner Pistole auf sie schiessen. Wenn mich diese beiden Damen nicht in Deckung gerissen h?tten, w?re ich vermutlich tot. Und wenn die Genvilles uns verarscht h?tten, w?ren wir jetzt alle nur noch rauchende Leichen. Ich bitte um Verzeihung für mein eigenm?chtiges Verhalten. Mir blieb keine Zeit, um mit Diskussionen eine mehrheitsf?hige Grundlage zu schaffen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Dies ist nicht der Anfang einer Diktatur. Ich habe aus Not und Verzweiflung gehandelt, um diese Stadt zu retten. Deshalb werde ich als n?chstes versuchen, Friedensverhandlungen mit dem Imperium aufzunehmen, um diese groteske Situation, dass die letzten Natürlichen sich bekriegen, zu beenden. Und es wird an Ihnen liegen, ob Sie einen Friedensvertrag akzeptieren oder nicht. Als Security Guard bin ich Diener dieser Stadt und bitte Sie, mir zu vertrauen."
Myrta und Iris schauen sich mit feuchten Augen an.
Wie sie Max im Weggehen begleiten, sagt Iris schwer beeindruckt: "Dieses Rede war heldenhafter als alles Herumgefuchtel mit dem Pistole."
Max, erstaunt: "So?"
Myrta, kichernd: "Das M?xchen merkt gar nicht, was für ein Supertyp es ist."
W?hrend sie beobachten, wie die Demonstration sich aufl?st, sagt Max: "Ich komme mir nicht vor wie ein Supertyp, eher wie ein Müllmann: Ich muss Verbrecher, korrupte Politiker, angreifende Flugzeuge und die Angst der Leute vor Genville entsorgen."
Iris: "Nein, musst du nicht. Du k?nntest dich von Papa bestechen und es dir in deinem Villa gutgehen lassen."
Myrta, neugierig: "Hast du eigentlich nie daran gedacht?"
Max: "Wenn du dich bestechen l?sst, musst du tun, was von dir verlangt wird. Ich lasse mich aber nicht gern rum kommandieren. Schon gar nicht von so einem Ekelpaket wie Papa. Warum wohl bin ich Chief der Security geworden? Jetzt muss ich nur noch dem Gesetz gehorchen. Aber das empfinde ich nicht als demütigend. Meine Motive sind also keinesfalls edel, sondern ziemlich selbstsüchtig."
Myrta: "Aber Max, so funktionieren wir. Unser Bedürfnisstruktur sagt uns, was für uns wichtig ist und was nicht. Es gibt kein anderes Selbst als unser Bedürfnisstruktur. Wir sind immer selbst-süchtig. Deine Bedürfnisse sind das Einzige, das dich bewegt. Das ist reines Physik. So gesehen, gibt es nichts Edles. Manche Bedürfnisstrukturen führen zu mehr Freude, andere zu mehr Schmerz. Getrieben von deinem Demütigungsschmerz, hast du ein hohes Machtposition errungen. Aber statt Lust zu empfinden, indem du andere demütigst, benutzt du dein Macht, um Schmerz zu vermeiden. Du bist ein seltenes Glücksfall."
Max, l?chelnd: "Dann habe ich sozusagen Schwein gehabt."
Iris und Myrta nicken lachend.
Szeneanfang:
Auf dem Dach des Security Hauptquartiers stehen Antara, Piri, Lena, Ili, Myrta, Iris, Meneor und Max.
Max, auf den Pfeil weisend, den er mit Kreide gemalt hat: "Das erste Flugzeug ist in dieser Richtung davon geflogen. Wenn es kein T?uschungsman?ver war, sollte das Imperium dort zu finden sein."
Pferdchen und Giftstrauss betreten das Dach.
Wie Pferdchen die Anwesenden sieht, sagt es lachend: "Was willst du mit so viel Kampfkraft, Krieger? Ein Imperium vernichten?"
Meneor, grinsend: "Ja."
Max betrachtet die Anwesenden und denkt zweifelnd: ' ' So viel Kampfkraft'? ... Eine nackte Frau, ein Kinderzoo und jede Menge Küchenmesser?'
Meneor und Antara schauen Max an und lachen laut heraus.
Max denkt err?tend: 'Arg, sie lesen meine Gedanken!'
Pferdchen und Giftstrauss machen Fragezeichengesichter.
Antara, zu den beiden l?chelnd: "Max h?lt euch für ein Kinderzoo."
Pferdchen und Giftstrauss lachen laut heraus.
Max, zu Pferdchen und Giftstrauss, err?tet: "Ich wollte euch nicht beleidigen."
Die beiden lachen erneut.
Pferdchen: "Max ist lustig."
Allgemeines Gel?chter.
Max, seufzend: "Ich bin wohl Chief im Fettn?pfchentreten."
Giftstrauss, grinsend: "Hauptsache, wir haben Spass."
Max, Pferdchen und Giftstrauss ein Flugblatt hin haltend: "Mir ist der Spass vergangen."
Giftstrauss, lesend: "Sie wollen dich t?ten und du willst mit ihnen reden?"
Max: "Ich m?chte keinen Krieg. Vielleicht sind sie ja in Not und deshalb so aggressiv. Wenn wir ihnen einen Ausweg aus der Not zeigen k?nnen, gibt es vielleicht eine gütliche Einigung."
Myrta: "Ich k?nnte ihnen auch Wasser vom Meer besorgen. M?glicherweise lassen sie sich dann auf ein Frieden ein."
Pferdchen: "Wenn sich jemand Imperium nennt, will es herrschen, nicht gütlich sein."
Meneor: "Wir werden vorsichtig sein. Es soll niemand sterben."
Giftstrauss: "Du meinst, niemand von uns, hehehe."
Piri: "Dann lasst uns aufbrechen. Wir müssen noch ein paar Stunden reisen."
Wie alle auf der ?usseren Mauer des Apfelgartens stehen, blickt Max aus der grossen H?he hinab in die Wüste und sagt unsicher: "Und wie geht's weiter?"
Piri: "Ich nehme Myrta."
Antara: "Ich trage Max."
Ili: "Ich Lena."
Meneor: "Iris."
Max, verwirrt: "Wie jetzt?"
Meneor, mit geschlossenen Augen: "Ich frage das Pilzwesen, ob das Richtung stimmt, das Max gezeichnet hat."
Meneor, w?hrend das Pilzwesen in der Wüste einen Richtungspfeil aufbaut, wie oben: "Dort hat es Felsen, die das Pilzwesen nicht überwinden kann. Es muss auf diesen Felsen sein."
Unsicher sieht Max, wie die Natürlichen ihre "Pferde" besteigen.
Antara, zu Max, l?chelnd: "Komm, Max."
Peinlich berührt, l?sst sich Max auf Antaras Rücken laden.
Zu Maxens Schrecken springen gleichzeitig alle weit hinaus, w?hrend aus dem Wüstenboden sechs Tentakel hervor brechen.
Antara landet federnd auf einem Tentakel, ...
... der sie mit so gewaltiger Kraft nach vorn und oben katapultiert, dass Maxens sanfte Umarmung auseinandergerissen wird ...
... und er erschrocken w?hnt, hinunter zu fallen.
Antaras H?nde zucken nach oben und fassen die Handgelenke von Maxens entgleitenden Armen, ...
... sodass Antara Max wieder heran ziehen und seine Arme um sich schliessen kann.
Antara: "Ich sch?tze dein Z?rtlichkeit, Max, aber jetzt musst du mich fest drücken."
Max fasst mit der einen Hand das Handgelenk der andern ...
... und kann sich so beim n?chsten Absprung fest halten.
Max sieht die andern hoch fliegen, ...
... schaut auf dem Zenit des Sprungs an die vierzig Meter in die Tiefe, was seinen Atem stocken l?sst.
Max denkt: 'Wenn wir abstürzen ...'
Antara: "Fürchte dich nicht, Max. Wir würden alle ein Sturz aus diesem H?he überleben."
Max, zweifelnd: "Ihr seid stark. Aber wie viele Knochen würde ich dabei brechen?"
Antara, mit dunklem L?cheln: "Wir haben es noch nie versucht, aber lieber würde ich mir alle Knochen brechen, als dass ich dich zu Schaden kommen liesse."
Max, verwirrt: "Warum sagst du das? Ich bin doch bloss ..."
Antara: "... ein bedeutungsloses Natürliches? Nein, du wohnst in einem Kammer meines Herzens. Und du bist das Schlüssel für das überleben von Millionen."
W?hrend sie durch die Luft brausen, schaut Max mit grossem Blick.

